Habe hier mal ein Foto des Inneren:
ht-tp://s5.directupload.net/file/d/2029/vwasdgrz_jpg.htm
Man, was soll diese "Wortsperre"? Man kann ja nicht einmal mehr Bilder/Seiten verlinken.
Die ht tp : // Wortsperre ist hier seit Jahren Standard. Da es weder Registrierung noch Captchas gibt wäre diese Forum ratz-fatz zugespammt, wenn es die nicht gäbe. Lass' das "ht tp" vor den URLs einfach weg, jeder weiß, was gemeint ist.
Oh, auf dem Bild sind 2 Endstufen, vermutlich eine für links und eine für rechts, die jede 2 Transistoren, zusammen also 4 Endstufentransistoren haben.
Wo ist der Unterschied? Ich rede von den Transistoren.
Handelt es sich um zwei Endstufen oder zwei Endstufenstransistoren einer Endstufe ?
Für ein Stereogerät wie auf dem Bild würde ich immer 2 identische Paare von Transistoren verwenden wollen, nicht daß ein Kanal irgendwann anders klingt als der andere.
Ich vermute, du hast die BDX-Transistoren bereits mit geringem Erfolg getestet, so wie die Lötstellen aussehen. Stimmt das ? Was war das Ergebnis ?
Die Vorstufe(n) sind die kleinen Transistoren auf der Platine und vmtl. auch der mittelgroße am Kühlkörper.
Aus wievielen Vorstufen der gesamte Verstärker besteht sieht man allerdings erst, wenn man seinen Schaltplan (abgezeichnet) hat.
Nun, "normale" Push-Pull-Endstufen mit dualer Versorgung haben eine positive und eine negative Versorgungsspannung. Der NPN-Transistor schaltet die Plus-Halbwelle, der PNP-Transistor die Minus-Halbwelle.
Aber erstmal: Wieviel Versorgungsspannung hat der Verstärker denn (gemessen!) zwischen (ich vermute) +UEndstufe und -UEndstufe ?Sofern Du damit meinst, dass ich direkt an den Anschlüssen für die Transistoren messen soll(?),
wo denn konkret? Am Anschluss für Basis und Kollektor?
Somit solltest Du die Versorgungsspannung zwischen den Kollektoren der Transistoren messen können.
Ebenfalls kannst Du zwischen den Elkos messen. Auf der Leiterbahnseite sollte ersichtlich sein, daß die Elkos beide mit Masse verbunden sind und der eine +UEndstufe und der andere -UEndstufe stabilisiert.
Wenn auf den Elkos "50V" steht ist damit ein oberer Rahmen für die Betriebsspannung von +/-50V auf jeden Fall festgesetzt. Damit sind die BDX..B-Typen nicht geeignet, weil die ja nur 80V aushalten, im Worst-Case aber +/-50V = 100V nötig sind.
Wenn Du durch Nachmessen eine geringere Betriebsspannung (z.B. +/-40V = 80V gesamt) feststellen kannst, um so bessser. Dann fücken die BDX...B-Transistoren wieder in den Rahmen des Möglichen.
Da wäre dann zwar keine Spannungsreserve mehr, aber knapp auf Kante würde zumindest vorübergehend funktionieren.
Nein, die Glühbirne ist nicht Pflicht, die langsam ansteigende Spannung schon.
Schließlich ist in jedem Falle ein ordentlicher Abgleich des Ruhestromes bzw. Arbeitspunktes jeder Endstufe einzeln erforderlich.
Und wie stelle ich das an?
Meinst Du man sollte den Transistor langsam mit steigender Spannung testen? Aber ich muss keine Glühbirne in den Verstärker einbauen, nur damit der Strom begrenzt wird, oder??
Außerdem mußt Du den Strom messen können, während Du die Spannung hochdrehst.
Der Kreativität zur Erzeugung mittelgroßer (bis +/-30V) Gleichspannungen mit einer Stromhgrenze sind keine Grenzen gesetzt ;)
Ich verwende anfangs meist ein 30V/3A Labornetzteil, was mit sozusagen 0..+/-15V liefert, wenn ich mit einem (krude, aber geht) 100 Ohm Spannungsteiler einen künstlichen Nullpunkt erzeuge.
Das reicht sogar für geringe Musikleistungen. Da mein Labornetzgerät den Strom auch fein begrenzen kann, spare ich mir natürlich die Glühlampen. Als Strommeßgerät reicht mir das Drehspulinstrument im Netzgerät. Zumindest reicht es um zu erkennen, ob die Endstufe wegen Defekt gar keinen Strom zieht, gar einen Kurzschluß produziert oder ganz regulär etwas Ruhestrom aufnimmt.
Man kann die meisten Verstärker zum Glück recht bequem über den Brückengleichrichter versorgen, dann muß man sich nur noch ein Stelle zum Anklemmen des Nullpunktes suchen.
Ich löste das das letzte Mal bei einem ähnlichen Verstärker, indem ich 100 Ohm/5W Widerstände über die dicken Lade-Elkos lötete (der Spannungsteiler) und am Brückengleichrichter (an der Wechselspannungsseite, hier waren bequem erreichbare Klemmen) das o.g. Labornetzteil anschloss. Als Spannungen ergaben sich maximal irgendwas bei +13 und -17V, das war für meine Endstufe zum ersten Testen völlig ausreichend.
Das sind sie. Und die kleinen Transistoren auf der Platine, sofern sie zur Endstufe und z.B. nicht zu einer Überlastsicherung oder der knackfreien Einschaltlogik (?) gehören. Auf dem Bild sehe ich z.B. Q32 (?) als Kandidaten. Erstaunlicherweise finden sich fast keine Vorstufentransistoren auf dem Bild. Du solltest vielleicht mal dne Schaltplan abzeichnen (s.u.), damit das überprüfbar wird. Irgendetwas muß ja die Endstufe treiben ;)
Ebenfalls solltest Du prüfen, ob die Vorstufe das Sterben der alten Endstufentransistoren überlebt hat.
Wie sehen denn solche Vorstufentransistoren aus?
...
Ja, sind das die kleinen Transistoren auf dem Bild zwischen den großen?
Ich habe unter www.kennwoodparts.com eine Seite gefunden, die Kenwood-Ersatzteile anbietet. Kommt allerdings aus Amerika. Unter anderem bieten die auch 2SD2255*5 und 2SB1493*5 an - was *5 bedeutet, weiß ich nicht. Dennoch wohl zum Einbau/Ersatz der Originale geeignet.
Hier wäre es tragisch, wenn ich mir die Transistoren, welche eine lange Reise hinter sich haben, direkt im ersten Moment wieder zerstören würde.
Schaltplan!
Zum Einstellen des Ruhestromes wirst Du den Schaltplan der Endstufe(n) benötigen.Den solltest Du Dir, übrigens mit viel Lerneffekt :) , von der Leiterbahnseite abzeichnen und ihn dann nochmal ins reine Zeichnen, wenn Du ihn nicht irgendwo im Internet bekommen kannst.
Abzeichnen sollte nicht schwer sein, es sind ja keine 50 Bauelemente auf der Platine zu sehen :)
Dann siehst Du, was Vor- und Endstufe ist und man (z.B. ich) kann erklären, wie Du an den Ruhestrom sinnvoll abgleichst.
Interessant sind besonders die Potentiometer VR9 und VR10, die ja bereits mit "IDLE-L/R" beschriftet sind, was wohl der Ruhestrom ("idle current") sein dürfte. Die Potis wurden bei deiner Bauserie durch Widerstände ersetzt, mach' Dich also darauf gefasst, diese ggf. wieder durch passend große Poti zu ersetzen, damit Du den Ruhestrom einstellen kannst.
Ich vermute, daß R158 und R178 die festen Ersatzwerte für VR10 sind, mithin hätte das Poti VR10 ca. 5 oder 10 kOhm haben müssen. Diese Vermutung wirst Du hoffentlich beim Abzeichnen des Schaltplanes bestätigt finden.
Der Abgleich ist nachfolgend recht einfach: Du kannst die Spannung über den Emitterwiderständen der Transistoren messen. Das wahrscheinlich die weißen Kötze "CP1" auf der Platine.
Mit I = U/R ergibt sich so der Strom durch die Transistoren, und der wird so eingestellt, daß man Ansatzweise im Linearen Bereich der Transistoren landet. Da ist dan zu überlegen, wieviel das wohl ist, aber Du hast ja eine heile Endstufe, die Dir da eine Vorstellung geben kann.
Diese Ruhestromeinstellung macht man stückweise, denn wenn die falsch ist (zu viel Strom) produziert die Endstufe einen hitzeerzeugenden Querstrom von U+ nach U-. Irgendwann folgt durch diesen der Hitzetod der Endstufentransistoren. Die Zeit bis zum Tod liegt bei kleinen Versorgungsspannungen (z.B. +/-10V) hoffentlich im Minutenbereich, bei vollen +/-40V Versorgung aber nur im Millisekundenbereich.
Deshalb ist es wichtig, die Spannung langsam und mit externer Stromgrenze (für den Notfall) zu erhöhen, damit Du Zeit hast, ggf. einen zu hohen Strom auf ein sinnvolles Maß runterzustellen.
Glühbirnen geben meines Erachtens ein hervorragende Stromgrenze her, falls man kein geeignetes Labornetzgerät sein eigen nennt. Daher der Tipp mit den Glühbirnen.
Mach' mal erstmal den Schaltplan und dann kann ich Dir hoffentlich mit konkreteren Tipps helfen.
-Theo
- Re: Messung der Transistoren-Anschlüsse Andre 05.01.2010 08:25
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- Re: Messung der Transistoren-Anschlüsse - da ist was faul Theodor Wadelow 07.01.2010 15:09
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- Re: Messung der Transistoren-Anschlüsse dolf 05.01.2010 14:44
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- Re: Messung der Transistoren-Anschlüsse Andre 05.01.2010 15:39
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- Re: Messung der Transistoren-Anschlüsse dolf 05.01.2010 16:41
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- Re: Beten? Teste erst BDX, dann Originale Andre 05.01.2010 18:37
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- Re: Beten? Teste erst BDX, dann Originale Andre 05.01.2010 18:37
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- Re: Messung der Transistoren-Anschlüsse dolf 05.01.2010 16:41
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- Re: Messung der Transistoren-Anschlüsse Andre 05.01.2010 15:39
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- Re: Messung der Transistoren-Anschlüsse - da ist was faul Theodor Wadelow 07.01.2010 15:09
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