Re: Messung der Transistoren-Anschlüsse

Knolles ELEKTRONIK Forum

Geschrieben von dolf am 05. Januar 2010 14:44:48:

Als Antwort auf: Re: Messung der Transistoren-Anschlüsse geschrieben von Andre am 05. Januar 2010 08:25:28:

Guten Morgen!
Eins darf man Dir lassen: Du vermittelst das Gefühl, jemandem wie mir wirklich helfen zu wollen ;-) Sonst würdest Du nicht so ausführliche Beiträge schreiben! Also, vielen Dank dafür!

Ich denke - besser gesagt hoffe - die Vorstufen sind nicht defekt.
Ich habe gerade mal die Spannungen an den Anschlüssen für die Transistoren gemessen - also für die Endstufentransistoren, die ausgebaut sind und davon eine Zeichnung in Eagle konstruiert.
Link: s5.directupload.net/file/d/2030/92cufosf_png.htm
Ob die Werte passen oder nicht, vermag ich nicht zu sagen. Dazu fehlt mir die Erfahrung.


Für ein Stereogerät wie auf dem Bild würde ich immer 2 identische Paare von Transistoren verwenden wollen, nicht daß ein Kanal irgendwann anders klingt als der andere.

Ich habe in UK einen Shop gefunden, der sogar noch die originalen Bauteile führt. Die werde ich mir wohl bestellen, da fahre ich am besten mit.

Ich vermute, du hast die BDX-Transistoren bereits mit geringem Erfolg getestet, so wie die Lötstellen aussehen. Stimmt das ? Was war das Ergebnis ?

Nein, die habe ich nicht getestet, war mir zu unsicher und gefährlich. Die Lötstellen habe ich nicht angerührt. Lieber habe ich einen 70W-Monoverstärker (2x mono sogar), als einen kaputten, der gar nichts mehr von sich gibt.

Wenn auf den Elkos "50V" steht ist damit ein oberer Rahmen für die Betriebsspannung von +/-50V auf jeden Fall festgesetzt.

Ja, 3300µF (M) / 50V steht drauf.

Da wäre dann zwar keine Spannungsreserve mehr, aber knapp auf Kante würde zumindest vorübergehend funktionieren.

Nee, das wäre doof. Möchte schon, dass es dann dauerhaft funktioniert. Sonst wärs ja schade ums Geld.


Schließlich ist in jedem Falle ein ordentlicher Abgleich des Ruhestromes bzw. Arbeitspunktes jeder Endstufe einzeln erforderlich.

Ist das eigentlich auch nötig, wenn ich die Originalteile einbaue? Nein, oder?


Und die kleinen Transistoren auf der Platine, sofern sie zur Endstufe und z.B. nicht zu einer Überlastsicherung oder der knackfreien Einschaltlogik (?) gehören.

Q31 gehört zur "Protection"-Abteilung.
Q37 ebenfalls.
Q32 weiß ich nicht.

Vielen Dank für alles!
Gruß

moin !!!

den ruhestrom solltest du auf jeden fall abgleichen !!!!
bei der intakten endstufe die spannung über den emitterwiderständen messen und n wenig am poti drehen ( wirklich nur wenig ) um raus zu bekommen in welche richtung gedreht werden muß um u min. = i min. zu bekommen
übliche werte für den ruhestrom reichen von 35 ....100 ma je nach güte der paarigkeit der endtransistoren .
( gut gepaart -> wenig strom , schlecht gepaart -> mehr strom )
ob das reicht erkennt mann wenn man die endstufe ein klein wenig mit sinus ( 1khz z.b. )ansteuert und dann mit nem oszi die sinus welle betrachtet.
der nulldurchgang muß glatt sein !!
( keine versetzungen )
der ruhestrom wird solange erhöht bis die versetzungen weg sind !!!
das ganze darf nur mit geringer ansteuerung gemacht werden denn die versetzungen verschwinden bei größerer ansteuerung von selbst !!!!
als anfangswert für den ruhestrom würde ich 50 ma nehmen .

mfg

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