Re: 350mA Konstantstrom mit TL783 - Datenblatt lesen täte gut

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Geschrieben von Theodor Wadelow am 23. November 2011 22:04:41:

Als Antwort auf: Re: 350mA Konstantstrom mit TL783 - Simulation geschrieben von Christian am 23. November 2011 17:09:46:

Hallo, Christian.


Aber wie erklärst du das der TL mit einem anderen (Stabilisierten)Netzteil 12V/1A ebenfalls keine 350mA in einem Widerstand speisen kann.
Ist ein 1A Netzteil jetzt auch zu schwach um auf mehr als 280mA zu kommen? Seltsamerweise erhitzt der TL, mit jedem Netzteil, auf deutlich mehr
als 1 Watt Verlustleistung sollen aber angeblich nur 3V drüber verlohren gehen.
Für mich ist dieser Chip(in der Schaltungsweise) nicht dafür geeignet konstante Spannungen über 200mA zu liefern.

Au wei. Da habe ich mich verhauen. Vor allem in der annahme, daß 3V ausreichen.
Richtig ist vermutlich: 3 V reichen aus, allerdings nur bis 100 mA. Ganz genau so, wie Du gesagt hast.

Lies: Datenblatt ht tp://pdf1.alldatasheet.com/datasheet-pdf/view/28835/TI/TL783.html Seite 5 Figure 1 "VI-VO".
Und dann lass' Dir ganz langsam die Schuppen von den Augen rieseln ;-)
... so zumindest ging's mir gerade.

Für 350mA braucht das Ding *erheblich* mehr Differenzspannung. Verd****, das häte ich gleich sehen sollen.

Für einen einfachen alternativen Stromregler have ich mal was gepinselt. Anregung war die spannungserhöhte Schaltung aus dem LT783 Datenblatt, Figure 18 wimre.
Der Schaltplan liegt auf dem FTP-Server im selben Ordner wie der letzte Plan. Datei "LM317 Spannungserhöhung Semikaskode 03.png"
Laut Sim-Ergebnis-aber was heißt das schon- läuft die Schaltung bis 3,5V in-out differenz am Regler. Der Simulierte LT1086 ist allerdings ein Low-Drop-Regler, ein normaler, günstiger LM317 braucht wohl ein Volt mehr.
Von der Sache her bleibt im Regler kaum mehr Leistung mehr kleben, die verschwindet größtenteils in den PNP-Transistoren. Ich schlage eine Darlington-Schaltung vor, entweder wie simuliert diskret oder bequemer als BDW94C komplett in einem Gehäuse.

Die Funktion der Schaltung ist technisch mit einer Kaskodenschaltung vergleichbar.
D.h. der Regler muß zwar den vollen Strom, nie aber mehr Spannung als die der verbauten Zenerdiode verkraften. Hier also maximal 5.1V.
Jeder kleinste-Ultra-Low-Dropout-CMOS-Regler sollte funktionieren, solange er den Strom verkrafgten kann. Allerdings sind die alle teuerer als der gute alte LM317.
Zur Zenerspannung: Bei ca. 5V sind Zenerdioden angeblich relativ arm an Temperaturdrift, deshalb die Wahl. Der Regler muß mit weniger Differenzspannung als die Zenerdiode arbeiten können (genauer: dURegler <= Uzehner - Ube(PNP-Transistor) ). D.h. bei 350mA würde diese Schaltung mit dem LT783 immer noch nicht gehen.
Die Spannung an der Zenerdiode ist aber in keiner direkten Relation zur Ausgangsspannung. D.h. die Spannungsverluste vom Netzteil durch zur LED können kleiner sein. Das ist halt der Trick an der Kaskodenschaltung.
Wenn die Spannung der Zenerdiode nicht reicht, mal 6,3V oder 7,5V probieren.

Andererseits interessiert sich auch ein LM317 in der einfachen Stromregler-Schaltung nur für die Differenz Ein-Ausgangsspannung.
D.h. solange über ihn nie mehr als z.B. 35V (was steht im Datenblatt ?!?) abfallen geht's dem auch gut. Ein einzelner LM317 müsste reichen.
-Theo

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