> Nun hat aber der zugehörige Trafo nur 6 Volt Ausgangsspannung
> und der Regler soll auf 5 Volt regeln! Das geht auch soweit
> ganz gut bis ein größerer verbraucher angeschlossen wird, denn
> dann sackt die Spannung schlagartig um mehrere Milivolt ab!
Das werden nicht nur mehrer Millivolt sein. Da werden tiefe Rippeldellen auf der Gleichspannung sein. Hättest Du ein Oszilloskop, dann könntest Du die sehen.
> Wie hängt obiger Sachverhalt eigentlich mit dem Brumm zusammen?
> Bricht dort die Glättung zusammen oder was geschieht?
Genau das passiert. Guck mal ins ELKO: www.elektronik-kompendium.de/sites/slt/0210251.htm
Das zweite Diagramm oben gibt den Spannungsverlauf am Gleichrichterelko an.
Wenn die Trafospannung nicht gerade ihren Maximalwert hat, dann sinkt die Spannung am Elko langsam ab.
Die minimale Eingangsspannung am Regler sind 7..8 V wenn 5V am Ausgangg gefordert sind. Laut Datenblatt vom LM7805 (Fairchild) sollen es typisch 2 Volt Udrop sein, deshalb würde ich 7 Volt sagen. Aber ein bischen Reserve schadet nie, also mach' 8 Volt und sei auf der sicheren Seite.
Wenn nun die Spannung am Elko unter die minimale Regler-Eingangsspannung sinkt, dann kann der Regler nicht "weiter aufmachen", denn er sich schon "voll offen". Folglich sinkt die Ausgangsspannung etwa so weit unter die 5V Sollspannung wie die Eingangsspannugn unter der Minimalspannung (7..8V)ist.
Resultat: Du hast 100 Einbrüche der geregelten 5V Gleichspannung pro Sekunde.
Mit steigender Stromstärke wird der Gleichrichterelko immer schneller und tiefer entladen, die Rippeldellen werden immer tiefer und breiter.
Mit einem DC-Voltmeter siehst Du auf den 5V ein ganz leichtes Absinken der Spannung, denn der Mittelwert der Spannung (den das Voltmeter anzeigt) sinkt nicht so schnell, wenn lediglich ein paar Dellen in der Spannung sind.
Ohne Stromentnahme (mit 5mA für den Regler ;) ) lädt sich der Gleichrichterelko auf knapp die Scheitelspannung des Wechselstroms auf. Bei einem 6V Trafo sind das 6V * √2 = 8,46V. Dann sind noch 2x Diodenflußspannung (0,4..0,7V) abzuziehen, dann kommst du auf 7..7,5V Spannung am Gleichrichterelko. Du hattest 9V gemessen, d.h. dein Trafo macht wohl im Leerlauf so eher 8V AC. Mit den von Dir gemessenen 9V am Elko hat der Regler auch genug Differenzspannung zum Arbeiten und alles sieht erstmal gut aus. Aber wehe Du willst Strom ziehen :(
Vorübergehende Abhilfe könnte u.U. ein wesentlich größerer Gleichrrichterelko schaffen. Dann braucht der Kondensator länger zum Entladen, die Spannungseinbrüche entfallen u.U. ganz.
Kann es sein, daß Du einen alten Gleichrichterelko verwendet hast, der schon etwas Kapazität verloren hat? Wieviele µF hat der denn ?
Insgesamt ist die Dimensionierung mit einem Trafo mit 6V Ausgangsspannung wohl recht knapp, kann aber für kleine Ströme mit einem großen Gleichrichterelko machbar sein.
Ach, zum Thema Netzteil: Guck' mal bei Pollin in die Kategorie "Festspannungsnetzteil":
www.pollin.de/shop/produkt.php?ts=0&p=Njk1OTc5
Da gibt's 5V/3A oder ähnliche Größenordnungen schon für lächerliche 1,95 € ;)
Diese Schaltnetzteile sollten bei ihrer hohen Schaltfrequenz (30..250 kHz) auch keinen hörbaren Ripple abgeben.
Im Zeifelsfall vor empfindlichen Baugruppen einfach einmal LC-filtern und gut ist.
> Der Problematik mit der Verbindung Poti-Platine beschäftige ich mich demnächst.
> Aber auch hierzu vielen Dank für deine ausführliche Beschreibung!
Der Standardweg ist wohl eine geschlossenen Metallbox um alles drum herum, dan mußt Du Dir im Innern keine großen Gedanken mehr um Abschirmungen oder Brummen machen. Siehe z.B. Figure 1 und 4 bei www.rane.com/note151.html
-Theo
- Re: 10kanal-equalizeraufbau brummt Torsten 06.06.2009 19:07
(0)
- Re: 10kanal-equalizeraufbau brummt Torsten 05.06.2009 20:36
(0)