> Endlich mal wieder ne interessante Frage :-)
Allerdings !
>Erstmal zum Motortyp:
>Das dürfte ein altbekannter sog. "Universalmotor" zu sein. In diesem Fall Rotor und Stator getrennt herausgeführt
Nanana, aber dazu komme ich gleich. Außerdem: wie soll man denn den mit den Nennspannungen (200V und 180V) der beiden Wicklungen vernünftig am Netz betreiben? Für Serienschaltung ist das zuviel Spannung und für parallelschaltung deutlich zu wenig. Zudem braucht eine Schleuder doch kein großes Anlaufmoment, so das man auf eine Reihen/Nebenschlußkonstruktion doch wohl getrost verzichten kann.
>Fragen vorab: bist du sicher, dass die Steuerung defekt ist?
>Können auch die Schleifkohlen platt sein oder der Kollektor.
Das ist *wichtig* solltest Du tatsächlich als erstes prüfen.
>Oder der Kondensator (dein "komischer Stab", ist nur zur Entstörung des Bürstenfeuers da.
Genau. Deshalb versieht man den Kondensator auch mit 50 cm "Antennenleitung", damit die Störungen besonders ordentlich abgestrahlt werden ;)
Außerdem ist der Kondensator inm der Anschlußdose wohl nicht (ist im Bild ganz schlecht zu sehen) zur Entstörung parallel zum Anker angeschlossen. Stattdesssen geht ein "Ende" vom Kondensator auf den im Motoranschlußbild nicht verzeichneten Mittelanschlußpol, glaube ich zu vermuten.
Erfolg: Der Kondensator kann separat gesteuert bzw. zugeschaltet werden.
>Ist er durchgeschlagen, funktioniert nichts mehr.
Naja, in der Bauform wäre das wohl ein Metallpapierkondensator. Der würde bei Durchschlag selbst heilen, was für einen Entstörkondensator erstaml nicht weiter wichtig wäre. Also, nein, mein Bauchgefühl sagt mir, das ist kein Entstörkondensator.
Hallo zusammen
>Ich hab nen riesen Problem und zwar hab ich ne Honigschleuder bei welcher die Steuerung für den Motor defekt ist.
Welche "Betriebsarten" konnte denn die Steuerung? Schnell/Langsam oder stufenlos regelbar und/oder links/rechts?
Lief die Schleuder bewußt langsam an oder eher recht hart?
>Nun möchte ich eine neue dafür bauen. Leider finde ich nicht heraus, was das für ein Motor ist.
>Daher wollte ich mal euch fragen ob ihr eventuell wisst was das für ein Motor ist und wie man ihn am besten ansteuert.
Der Motor ist laut Typenschild ein "G" - Gleichstrommmotor. Sowas läuft aber konstruktionsbedingt auch als Wechselstrommotor.
Hat getrennte Anker - und Feldwicklungen. Die Feldwicklung hat wesentlich weniger Leistung als die Ankerwicklung.
Das sieht für mich aus wie ein klassischer, fremderregter Motor.
Fremderregt hat die gleichen Vorteile wie Nebenschluß: weitestgehend konstante Drehzahl; der Motor geht im Leerlauf nicht durch (aus: "Fachkunde Elektrotechnik", Europa Lehrmittel)
Reihenschluß wäre für eine Schleuder nicht gut, da sich die (Maximal-)Drehzahl stark abhängig von der Last (v.A wohl Luftwiderstand in der Trommel und Reibung) einstellen würde. Die Drehzahl könnte sogar so hoch werden, daß die Lager schaden nehmen könnten.
Jetzt wäre es wirklich interessant zu wissen, wie der Motor mit der Steuerbox verdrahtet war. Das geht aus den Bildern leider nicht entgültig hervor.
Letztere hättes Du, Tobias, aber vielleicht ein klein wenig in der Größe reduzieren können. Aber schöne Kamera, die EOS 450. Und interessant zu wissen, daß der Motor offensichtlich mit senkrechter Achse verbaut ist, richtig ? Ach, ist EXIF schön ;)
Dabei könntest Du spaßeshalber gleich mal ausmessen, welcher Anschluß am Motor Anker- und Feldwicklung ist. Die Feldwicklung hat deutlich mehr Widerstand. Ich würde vermuten, daß das im Motoranschlußkasten das Pärchen weiß-grün der Anker A-B ist. Dann ist braun-gelb die Feldwicklung J-K. Richtig? Oder sind da Buchstaben auf dem Motorklemmbrett aufgeprägt, die ich nicht richtig sehe? Ob das große graue Ding, daß separat montiert ist, wirklich ein Kondensator ist, halte ich für fraglich.
Schonmal einen Kondensator gesehhen, der in der Gegende der Kabeleinführung mit 3 Nieten vernietet ist ? Ich kennn bisher nur dichtgebördelte Kondensatoren.
Also: Hat die graue Rolle eine Aufschrift ? Vielleicht muß man sie dafür auch mal abschrauben.
Das könnte nämlich genausogut auch ein Vorwiderstand für den Stator (macht zur Drehzahlerhöhung Sinn) oder ein potentieller Parallelwiderstand für den Stator sein, wenn er Motor als Reihenschlußmaschine geschaltet sein sollte. Damit könnte man ebenfalls die Drehzahl erhöhen.
Von mir aus kann es auch ein Flüssigkeitsanlasser sein.
Also, ich finde, Du solltest auf jeden Fall den alten Schaltplan abzeichnen. Am wichtigsten wären der vom Motor, die graue Rolle, Netzzuleitung und die Schaltung im Steuerkasten soweit es das Relais mit den Kontakten, die den Motor steuernm, betrifft. Also quasi die linke Hälfte vom Schaltkasten. Damit kann man dann wissen, was für ein Motor das wirklich ist.
Ansonsten: Warum nicht einfach mal bei der WEG nachfragen, wie der Motor zu bedienen wäre: www.weg-antriebe.de ;)
-Theo
- Re: Was für ein Motor Theodor Wadelow 05.08.2008 20:58
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- Re: Was für ein Motor Tobias 05.08.2008 22:30
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- Re: Was für ein Motor Theodor Wadelow 06.08.2008 08:47
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- Re: Was für ein Motor Tobias 06.08.2008 19:40
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- Solid State Relais Theodor Wadelow 07.08.2008 19:22
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- Re: Was für ein Motor el-haber 07.08.2008 14:03
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