>>Bist du sicher, dass die Steuerung defekt ist?
Auf Jedenfall dreht sich der Motor immer etwa 1-5 Sekunden und ändert dann
die Richtung oder stoppt. Daraus schloss ich eine defekte Steuerung.
Können auch die Schleifkohlen platt sein oder der Kollektor.
Wohl eher nicht. Wenn er läuft, dann geht's den Kohlen gut. Da ist der Tipp mit der Steuerung wohl eher richtig.
Hast Du in der Steuerung schon mal auf Verdacht alle Elkos getauscht? Hört sich für mich ein bischen so an, als ob die Sanftanlaufschaltung ok währe aber dann das "Vollgas" geben nicht mehr gehen würde. Da das bestimmt mit verschiedenen Schaltungsteilen realisiert wird, wäre es logisch zu denken, daß einer dieser Teile was weg hat. Elkos sind bei alten Geräten immer ein "trockener" Tipp ;)
>Die Schleuder lief langsam an, was auch wichtig ist beim Honigschleudern
Ah, dann hilft Dir vielleicht diese Seite: freeweb.dnet.it/motor/Kap3.htm , vor allem ab Kapitel 3.8 ff, die Grundlagen davor sind aber auch nicht schlecht.
Ist doch toll, was so alles im Netz steht. Lies Dir vor allem mal die Infos über die Möglichkeiten zur Drehzahlregelung durch. Widerstände spielen da eine nicht unerhebliche Rolle. Und zu "Rolle" oder besser "grauer Rolle" sage ich unten nochmal was ;)
Dabei könntest Du spaßeshalber gleich mal ausmessen, welcher Anschluß am Motor Anker- und Feldwicklung ist.
>Mach ich Morgen.
Oder Du kannst es Dir auch sparen, weil Du dafür die Schaltbox auseinanderreißen mußt. Wenn da tatsächlich Buchstaben auf der Anschlußplatte sind, dann reichen die wohl auch. Wenn Du schon die Kohlen nachguckst, dann kannst Du auch die Kabel der Kohlen (sind nur zwei ;) ) zuordnen, der Rest ergibt sich dementsprechend. Von der Kohle zum Anschlußkasten würde ich mal pauschal null (0) Ohm zu genau einer Anschlußklemme erwarten.
Ergänzend hier noch nen paar Infos:
Die graue Röhre, wird sehr warm wenn die Maschine Läuft(weiss ich noch von früher) und ist auch schon sichtbar geschmolzen. Da ich jedoch von einem Kondensator oder Löschdiode ausging betrachtete ich dies nicht als extrem wichtig.
Waaaa....aaahnsinn !
Nebenbei, das Zurückhalten kriegswichtiger Mitttel zählte mal zur "Zersetzung". Die zum Glück nicht mehr angewendete Strafe dafür ist hoffentlich bekannt ;)
1) Wenn es ein Kondensator wäre und er bis zum Anschmelzen warm würde, dann wäre er defekt und der Motor selbst in höchster Gefahr ebenfalls abzubrennen. Das hätte zu denken geben müssen. Bitte sowas nächstes mal etwas rechtzeitiger ergründen. Ist hier nicht wichtig, aber unerklärliches Warmwerden ist nie ein gutes Zeichen.
2) "Diode" ? Ok, eine 6kA 400V Diode, oder wie ? Dafür sind aber die Anschlußkabel mit 1..1,5 mm² etwas zu dünn. Fehlanzeige.
3) Wird im Betrieb warm ? Der Motor hat 180 .. 200V Betriebsspannung, hängt aber an einem 230V Netz. Wie wär's mit "Vorwiderstand" ?
Ich hab mal versucht zu messen ob es sich um Gleichstrom oder Wechselstom handelt. Da ich jedoch nur nen Multimeter besitze und die Laufdauer der Motor nur wenige Sekunden dauerten war es schwierig dies genau festzustellen. Mit 80% Sicherheit handelt es sich jedoch um Gleichstrom.
Oder aber (siehe o.a. Webseite) um teilweise gleichgerichteten und evtl. mit einem Thyristor zerhackten Gleichstrom. Ohne Oszilloskop wirst Du da nichts gescheites messen können. Die Spannungsimpulse lassen die Gleichstrommessung verrückt spielen und der Wechselspannugsanteil ist sehr abhängig von der aktuellen Stufe des Leistungsreglers. Vielleicht sieht man was, wenn man mit viel Erfahrung Gleich- und Wechselstrom gleichzeitig mit zwei analogen Meßgeräten mißt, aber sonst keine Chance.
Nebenbei: In dem Foto von dem Schaltkasten mit dem Relais sind rechts neben dem Relais zwei Dioden zu erkennen. Die kleine Glasdiode liegt bestimmt parallel zur Spule des Relais, die dickere schwarze Diode ist wohl irgendwie mit dem Relais verschaltet. Diese dicke Diode solltest Du mal prüfen.
Und guck' auch bitte mal die Kontakte des Relais nach. Nicht daß die einfach nur verschmort sind.
Schaltet das Relais eigentlich bei Richtungsänderung links/rechts um? Dann wäre das das Polwenderelais für Anker oder Feldspule.
In der Schaltbox wird rechts oberhalb des Relais, wo die kleinere Logikplatine über der unteren Sitzt, irgendwas von einem Papier (?) verdeckt.
Da drunter glaube ich einen typischen Thyristorschaltungs-Löschkondensator zu erkennen. Das würde zu der Theorie "Transistorsteuerung" passen.
Oh, btw. wenn Du die Schleuder einfach nur laufen haben willst, dann könntest Du auch über den Neukauf eines Gleichstrommotor-Stellers nachdenken.
Wird wohl ein paar hundert Euro (in der Eurozone) kosten, aber dafür läuft das dann. Da müßtest Du ggf. nur noch die Start-/Abbremsrampe selber vorgeben. Der fachgerechte Selbstbau eines Thyristorstellers würde dich wohl mehr Nerven und Material kosten als sowas fertig gekauft kostet.
Sanftanlauf ist ja eines der von Dir geforderten Kriterien für die Schleuder. Das geht halt nicht ohne einen gewissen Aufwand.
Vorrausgesetzt natürlich, daß die Steuerkiste sich als nicht reparabel herausstellt. Und dafür hat der Hersteller mit dem Abfräsen der Chipnummern ja alles getan was er konnte. Oder hast Du einen Schaltplan von dem Thyristorsteller :interessiert guckend: ?
Ich dachte bei "gekauft" z.B. an www.weg-antriebe.de/pdf/RE_Buers.pdf .
Für so einen Regler könnte man ja mal bei WEG nachfragen, das kostet ja erstmal nix. Und dann müßte man auch fragen, ob man statt des Einstellpotentiometers auch eine Spannungsrampe von einer externen Schaltung draufgeben kann und wie man die Richtungsumschaltung realisiert.
Die Spannungsrampe würde man heutzutage wohl mit einem Mikrocontroller vorgeben wollen. Das sollte man WEG auch erzählen, vielleicht haben die dazu dann auch noch patentere Lösungen.
-Theo
- Re: Was für ein Motor Tobias 06.08.2008 19:40
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- Solid State Relais Theodor Wadelow 07.08.2008 19:22
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- Re: Was für ein Motor el-haber 07.08.2008 14:03
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- Solid State Relais Theodor Wadelow 07.08.2008 19:22
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