>> das ist logisch, mit Erhöhung der Betriebsspannung steigt die Aussteuerbarkeit.
Mal sehen, wie es sich dann verhält. Die Sache mit dem nachgeschalteten Verstärker verstehe ich aber doch nicht ganz: warum bei Übersteuerung am Ausgang einen Verstärker zusätzlich?
>> Wenn Du den Equalizer bis zu seiner Aussteuerungsgrenze betreiben mußt, reicht offenbar die Verstärkung nicht, um den nachfolgenden Verstärker (also evtl. eine Endstufe oder so...) voll auszusteuern. Du mußt also das Eingangssignal für den Equalizer zurücknehmen, damit dieser nicht übersteuert. Die so reduzierte Verstärkung mußt Du nach dem Equalizer wieder ausgleichen mit einem Verstärker, der entsprechend aussteuerbar ist. Oder konkret erklärt: Der Equalizer sollte nicht viel mehr wie 1Veff am Eingang bekommen. 1Veff würden ihn bei 15V Betriebsspannung und voller Anhebung eines Kanals schon an die Übersteuerungsgrenze bringen. Mit "flacher" Übertragungscharacteristik (also alle Einsteller in Mittelstellung) hat der Equalizer eine Verstärkung von "1". Dein nachfolgendes Gerät sollte also mit 1Veff voll aussteuerbar sein. Sollte dies nicht reichen, so muß der Pegel mit einem Verstärker nach dem Equalizer angehoben werden. Dabei auf entsprechende Aussteuerungsreserve achten! Der Einsatz eines Equalizers erfodert eine genaue Kenntnis der Aussteuerbarkeit der Übertragungskette, sonst gibt es zwangsläufig Probleme mit Übersteuerung oder Rauschen.
Die bislang beste Lösung war ein Widerstand am Ausgang und ein R-C-Glied zwischen Eingang und Ausgang, dass hat das Übersteuern deutlich reduziert und nur wenig Auswirkung auf die Funktion der Schaltung. Warum das so ist, weiß ich leider nicht.
>> Wenn Du bei einem Vertärker das Signal vom Ausgang auf den Eingang zurückführst, bekommst Du je nach Phasenlage eine Gegenkkopplung oder eine Mitkopplung. Bei einer Mitkopplung und einer Verstärkung >1 schwingt die Anordnung. Bei einer gegenkopplung wird die Verstärkung reduziert. Ist die Gegenkopplung/Mitkopplung frequenzabhängig (RC-Glied!!), wird er Frequenzgang beeinflußt. Mit der Bastelei hast Du also "irgendwie" den Frequenzgang des Equalizers verbogen - zudem können die Einangs/Ausgangsimpedanzen der angeschlossenen Geräte jetzt auch noch den Frequenzgang beeinflußen - Das Filterverhalten wird so nicht mehr den Spezifikationen entsprechen und wird evtl. auch nicht stabil sein. Von solcher blinden Bastelei ist dringend abzuraten - im ungünstigsten Fall handelst Du Dir dadurch Schwingungen ein- das kann durchaus zu Beschädigungen von Endstufe/Lautsprechern führen! Sowas nur machen, wenn man die Wirkung genau nachvollziehen kann !!
Vielen Dank für die Antworten! Gruß,
Torsten
Grüße
Hartwig
- Re: 10-Kanal-Equalizer übersteuert Torsten 08.07.2009 10:24
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