Re: Heizung falsche Temperatur vorgaukeln

Knolles ELEKTRONIK Forum

Geschrieben von Dimitrios am 08. November 2014 16:39:30:

Als Antwort auf: Heizung falsche Temperatur vorgaukeln geschrieben von Der Berger am 16. Januar 2012 17:46:50:

Hallo,
der Beitrag ist zwar 2 Jahre alt, er ist aber der einzige im Internet, der meinem Anliegen nahe kommt. Ich möchte auch gelegentlich meiner Wärmepumpe eine niedrigere WW-Temperatur vorgaukeln, damit sie zwangsweise anspringt. Ich habe nämlich ein 2-Kreise Heizungssystem (FB-Heizung und Heizkörper). Dazu kommt der WW-Boiler. Die WP wird über 2 Temperatürsensoren gesteuert (einer im Pufferspeicher und der zweite im WW-Boiler). Den Pufferspeicher halte ich zwischen 34 und 39 grad warm, was für die FB-Heizung völlig ausreichend ist. Der WW-Boiler direkt an der WP angeschlossen, damit die volle Ausgangstemperatur genutzt wird. Hier droht Überhitzung der WP, ein Honeywell TM200 sorgt aber dafür, dass alles was über 60 grad ist in den Pufferspeicher geleitet wird. So gewinne ich auch ein paar grad für die FBH während dieses Vorgangs. Soweit so gut. Jetzt drehen wir manchmal und für kurze Zeit 1-2 Heizkörper auf, die Pufferspeicher-Temperatur ist hier aber nicht ausreichend. Also, Heizkörper Kreis parallel zu dem Wärmetauscher des WW-Boilers angeschlossen, bei Bedarf den Temperaturfühler aus dem Boiler ziehen, die WP springt an und die Heizkörper werden glühend heiß. Dann Temperaturfühler wieder einstecken und die WP schaltet sich nach ein paar Minuten ab. Und genau diesen Vorgang möchte ich durch Manipulation des WW-Fühlers automatisieren (also z.B. Knopfdruck, oder Anschluss am Heizkörperthermostat). Ich bin kein Elektroniker, deswegen bitte eine eventuelle Antwort bzw. Lösung möglichst einfach und detailliert schreiben. Ich habe auch nichts gegen fertige Einrichtungen (Temperaturregler etc). Danke im voraus, Dimitrios

Meine Heizungsanlage bereitet auch das Warmwasser. Die Bereitung wird temperaturgesteuert. Kühlt das Brauchwasser im Speicher auf 38 Grad ab springt die Heizung an und erwärmt das Brauchwasser so lange bis eine Temperatur von 50 Grad erreicht ist.
Nun ist der Warmwasserspeicher leider schlecht isoliert. Weil er in einem Kompaktgerät integriert ist kann man die Dämmung des Speichers nicht nachbessern. Wegen der schlechten Isolierung kühlt das Brauchwasser relativ schnell ab und wird täglich mehrmals aufgeheizt obwohl kein Wasser entnommen wurde.
Hinzu kommt, dass für die Warmwasserbereitung keine Zeitsteuerung vorhanden ist. Eigentlich benötigen wir nur morgens von 6 bis 8 Uhr und abends von 18 bis 21 Uhr warmes Wasser.
Ich will nun den Heizenergieverbrauch für die Warmwasserbereitung mindern.
Idee:
Mein Ansatzpunkt ist der Temperaturfühler. Der Temperaturfühler ist aussen am Speicher angebracht. Es handelt sich um einen sog. Heißleiter (NTC). Sein Widerstandswert sinkt, wenn die Temperatur ansteigt und umgekehrt. Er leitet den Strom besser, je heißer er wird. (Nicht dass ich hier falsch verstanden werde: ich habe keine Ahnung von Elektronik, deshalb bin ich ja hier.) In Abhängigkeit vom Widerstandwert wird die Temperatur auf einem Display angezeigt. Die Kennwerte für diesen NTC-3k-Fühler habe ich in Erfahrung gebracht:
WW-Temperatur (°C)/ Widerstand (k1)/ Spannung (V)
-5/12,71/ 3,65
0/ 9,81/ 3,38
5/ 7,62/ 3,09
10/ 5,97/ 2,80
15/ 4,71/ 2,50
20/ 3,75/ 2,22
25/ 3,00/ 1,95
30/ 2,42/ 1,70
35/ 1,96/ 1,47
40/ 1,60/ 1,27
45/ 1,31/ 1,09
50/ 1,08/ 0,94
Ich würde mir gern eine Schaltung nach folgendem Funktionsprinzip aufbauen:
Der Heizungssteuerung will ich temporär (ausserhalb der oben genannte Nutzungszeiten) eine WW-Temperatur von 50 °C „vorgaukeln“. Hierfür würde ich einfach vom NTC auf einen 1000 Ohm-Widerstand umschalten. Bei 1000 Ohm würde er der Heizungssteuerung eine WW-Temperatur von 50 °C „vorgaukeln“, ergo kein WW bereiten.
Dann würde ich zukünftig zwischen diesem Widerstand und dem NTC hin und her schalten.
Dieses Schalten soll grundsätzlich über eine Zeitautomatik erfolgen, die Zeitintervalle sollen manuell einstellbar sein. Es muss aber auch möglich sein spontan mal warmes Wasser bereiten zu lassen, ich dachte da an eine herkömmliche Zeitschaltuhr, die auch von Auto-Betrieb auf ON oder OFF geschaltet wird.
Mit der Zeitschaltuhr würde ich ein Schaltnetzteil versorgen wollen, bspw. mit 5 oder 12 Volt Ausgangsspannung. Damit soll ein Relais geschaltet werden, welches vom NTC-Fühler auf den Widerstand umschaltet. Schaltet die Zeitschaltuhr das Schaltsteckernetzgerät ab, soll das Relais wieder zurück auf den NTC-Fühler schalten.
Nun habe ich wirklich keinen Plan von Elektronik. Eine Zeitschaltuhr könnte ich aber noch auswählen. Meine Frage: welches Relais soll ich verwenden? Die Schaltkontakte müssten ja potentialfrei sein. Habt Ihr einen Tipp, am besten gleich mit Artikelnummer und Schaltplan?
Vielen Dank im voraus, Berger

Antworten:

Knolles ELEKTRONIK Forum

| ©www.HobbyElektronik.de | ©Knolle_P | (©Oliver Pering) |