12V Batterien in Reihenschaltung

Knolles ELEKTRONIK Forum

Geschrieben von Theodor Wadelow am 20. Januar 2012 00:53:12:

Als Antwort auf: Re: TDA1562 - Alternativen geschrieben von Knolle_P [Webmaster] am 19. Januar 2012 22:59:53:

Hallo,
> ...TDA1562 ... Ob sich die Spannungserhöhung wirklich so bemerkbar macht habe ich noch nicht mit anderen Schaltungen verglichen.
Du hast doch bestimmt die Schaltung mit aufgebaut verfügbar, oder ?
Kannst Du mit 4Ohm Ballastwiderständen mal die Sinusleistung bestimmen, die Du da z.B. bei 1 kHz maximal rauskriegst ?

Das mit den 12 Volt ist jedenfalls super praktisch da man die ja fast überall hat.
Auto, Wohnwagen, Boot, PC, oder eben mit jedem Bleiakku oder allen möglichen Netzteilen.
Nimmt man 2 Bleiakkus a 12 Volt in Reihe hat man wieder das Problem mit dem Aufladen oder sogar das die Akkus womöglich ungleichmässig entladen werden???
Denn wenn man die Akkus dann einzeln lädt hat man ja nachher unterschiedliche Kapazitäten und das mögen die Akkus in Reihe ja wohl auch nicht so. Oder das gleicht sich dadurch aus, das ein schwächerer Akku auch weniger Leistung liefert?
Nein, das gleicht sich nicht aus, denn durch beide Akkus wird immer derselbe Strom gejagt. Damit wird auch immer dieselbe Ladungsmqnge Q = t x I umgesetzt und auch dieselbe Menge Ladungsträger in der Zelle. n = Q / F mit der Faraday-Konstante F = ca. 96485 de.wikipedia.org/wiki/Faraday-Konstante
Der Ladungsumsatz, d.h. die Menge an (Pb/PbO2), die in einer Batterie LAdung austauschen können ist halt begrenzt. Und weil der Umsatz nach o.A. Formel n = (t x I) / F direkt am Strom hängt und beide Batterien immer den gleichen Strom tragen, begrenzt halt die kleinere Batterie.
Im Falle von Pb/PbO2 <<-->> PbSO4 fehlt in der Formel übrigens noch ein Faktor von 0,5 , denn jedes Atom/Molekül Pb/PbO tauscht beim reagieren 2 Elektronen aus.

Die Batterie die zuerst leer ist, wird im Folgenden von der volleren Batterie rückwärts "zwangssentladen" und hat im schlimmsten Fall irgendwann umgekehrte Spannung!

Die einzig sinnvolle Variante ist, beide Batterien unabhängig auf Entladung zu überwachen und aufhören, zu Entladen sobald eine der Batterien die Entladeschlußspannung errreicht. Beim Laden umgekehrt. Man erhält im Endeffekt als sinnvoll nutzbare Kapazität die nutzbare Kapazität der kleineren Batterie.

>Jedenfalls bräuchte man wieder eine Lademöglichkeit für die in Reihe geschalteten Akkus.
Step-up-Wandler. Die vollere Batterie wird für gleichmäßige Ladung mit einem (fetten) Transistor geshuntet um so gleichmäßige Ladung zu erzwingen.

>Gruß und danke Knolle_P
Schön mal wieder von Dir zu lesen, KnolleP :-) Hattest Dich im letzten Jahr ganz schön rar gemacht.

-Theo

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