Re: 4x4W Leuchstoffröhren betreiben

Knolles ELEKTRONIK Forum

Geschrieben von Theodor Wadelow am 15. Januar 2012 22:14:24:

Als Antwort auf: Re: 4x4W Leuchstoffröhren betreiben geschrieben von Torsten am 13. Januar 2012 20:15:37:

Hallo,
> Es gibt Vorschaltgeräte, die ohne Starter auskommen, wie du bestätigt hast.
> Nun wird aber in Schaltplänen mit Starter auch ein Vorschaltgerät erwähnt,
> welches wohl aber einfach eine/die Drossel ist.
Au, ja. Die Bezeichnungen sind etwas irreführend.
Früher: "Vorschaltgerät" == Drossel => In Serie mit der 2 Pins Röhre, Starter über die 2 andern Pins der Röhre; Starter ist quasi "parallel" zur Röhre geschaltet. Dabei ist -Drossel-Glühdraht-Starter-Glühdraht- wiederum eine Serienschaltung. Lies/Guck mal bei ht tp://de.wikipedia.org/wiki/Leuchtstofflampe#Startvorgang

Heute: "Vorschaltgerät" == Elektronisches Vorschaltgerät, ist mit 2-4 Anschlüssen der Röhre verbunden, so wie es der Hersteller des EVG angibt.

>Also verstehe ich das richtig - und sorry, wenn ich mich da etwas Verständnisprobleme habe - der Schaltkreis besteht (ohne elektronische Schaltungen) aus Drossel in einer Phase - Röhre - Starter parallel.
Genau! Sieh o.a. Verweis auf die Wikipedia.

> Hierzu müsste ich nur noch wissen, welche Werte die Drossel haben muss
Die Drosseln werden nach Spannung und Wattage der Lampe verkauft.
D.h. eine hier übliche Drossel wird für 230V sein und wenn 35W draufsteht, dann ist damit gemeint, daß die Drossel für eine 35-Watt Leuchtstoffröhre geeignet ist.

Für 4W-Leuchtstofflampen wird es schwer, geeignete Drosseln zu finden. Falls Du welche im Internet zum bestellen findest, sag' mal, wo man sie bestellen kann. Ich habe sowas nicht gefunden.

Die kannst (a) 2 der 8W-Drosseln in Serie schalten (Blindwiderstände addieren sich)
oder (b) (siehe letzter Post) 2 der 4W Leuchtstoffröhren in Serie mit der Drossel schalten; das entspricht quasi der sogenannten Tandem-Schaltung ht tp://de.wikipedia.org/wiki/Tandemschaltung vielleicht kommst Du auch ohne die Starter aus.
Drosseln sind aber teuer geworden.
Mein erster Versuch (c) wäre allerdings, (siehe mein erster Beitrag) 4W Kompaktleuchtstoffröhren (sogenannte "Energiesparlampen") ihrer Elektronik zu berauben und damit deine Leuchtstoffröhren zu betreiben. Das mache ich seit ca. 1995 mit "großen" (35W) Leuchtstoffröhren. Sollte für die "kleinen" 4W Röhren um so besser gehen. Jede Form von Serien- oder Parallelschaltung der Leuchtstoffröhren verbietet sich dann allerdings.

> und welche du mir zum Experimentieren sowohl mit als auch ohne Starter empfehlen kannst.
Siehe mein letzter Beitrag, ganz am Ende.

> Kann mir da sonst irgendwas um die Ohren fliegen?
Klar, Du kannst Kurzschlüsse produzieren, die (überlastete) Röhre kann ausbrennen, brennen oder platzen, Kondensatoren könn platzen, Widerstände und Dioden können brennen etc.
Auf feuerfestem Untergrund passiert aber bei gesunder Skepsis meist nicht viel.
Zum Testen ist beim Einschalten eine Schaltbare Steckdosenleiste ein wertvolle Arbeitserleichterung.
Im Fehlerfalle - Abschalten -> Strom weg.
Und man muß damit beim Einschalten nicht die Finger an der einzuschaltenden Schaltung haben ;-)

Keine Sorge - wirklich viel passiert mit Elektronik und Elektrik nicht, wenn man es nicht darauf anlegt.
Die meisten Schaltungen erzeugen im Fehlerfall ein kleines Rauchwölkchen und mehr nicht.

Warscheinlich willst Du eine 250V / 1A Schmelzsicherung in Serie mit deiner Leuchtstofflampen-Konstuktion schalten.
Eine Leuchtstoffröhre ist mir übrigens noch nie durch elektrische Mishandlung geplatzt; üblich ist der Tod beim Runterfallen aus beliebiger Höhe.
-Theo

Antworten:

Knolles ELEKTRONIK Forum

| ©www.HobbyElektronik.de | ©Knolle_P | (©Oliver Pering) |