Labornetzgeräte siehe www.reichelt.de/Labornetzgeraete/0/16/index.html?;ACTION=2;GROUPID=4952;SORT=preis;
Auch in der 45 €-Klasse bist Du -denke ich- ordentlich dabei.
Den Strom solltest Du bei den von Dir angestrebten 30-50 mA allerdings mit einem in Serie geschalteten Multimeter messen, denn die Stromanzeige auf den Netzgeräten wird 50 mA nur ungenau anzeigen können.
Das gleiche gilt für die Spannung, bei empfindlichen Abscheidungen kommt es u.A. auf einige 0,01 Volt an; derartig kleine Spannungesunterschiede mißt du am besten auch mit einem Multimeter. Bei den heuteigen Priesen für (günstige) Multimeter könntest Du Dir zwei kaufen, die due quasi fest als Strom- und Spannungsmesser installierst. Siehe www.reichelt.de/Multimeter-digital/0/16/index.html?;ACTION=2;GROUPID=4058;SORT=preis . Wenn Du in etwas bessere Meßgenauigkleit als 08/15 investieren magst, kann ich das UT-61B empfehlen. Das hat ein Digit mehr in der Anzeige als eingfache Multimeter und lomit ist die 0,01 V-Stelle bie 4V Meßbereich verläßlich. 4V sollte außerdem genau der Arbeitsbereich für Elektroabscheidung sein.
> Was mich dann auch noch beunruhigt ist die hohe Amperzahl für nen anfäger wie mich.
> Kann man da igrendwelche Bauteile zwischenschalten, dass wenn ich ne einheit verwechle nicht gleich eine gescheuert bekomme?
Ein paar Grundlagen:
1)
Alle Sicherheitsvorgaben beziehen sich auf Trockene Kontakte. Solange Du deine Finger also nicht mit Galvanisierflüssigkeit benetzt, gilt das.
Alleine wegen der Giftigkeit der beim Galvaniseiren verwendeten Salze solltest Du nicht in die Lösungen fassen oder Handschuhe tragen.
Latex oder Gummihandschuhe isolieren, deshalb gelten wieder die Regeln für "trocken".
2)
Beim "elektrischen Schlag" ist interessant, wieviel Strom *durch den Körper* fließt. Der fließende Strom ist stark abhängig davon, wie groß der elektrische Widerstand des Körpers zwischen den Kontaktstellen ist.
Laut einschlägigen Normen ist bei sogenannter "Schutzkleinspannung" unterhalb von 42V davon auszugehen, daß trocken(!) kein gefährlicher Strom durch den Körper fließen kann.
3)
Nass können tatsächlich auch kleinere Spannungen gefährlich werden, bei Gleichspannungen ist ggf. auch mit Elektrolyseeffekten zu rechenen.
Deshalb solltest Du vor Arbeiten an den Galvanisierzellen das Netzteil ausschalten und schon bist Du auf der sicheren Seite.
4)
Die empfohlenen günstigen Labornetzgeräte liefern maximal 30V. Damit ist das Schutzkriterium "Kleinspannung" (<42V) erfüllt.
5)
Zu Strom und Spannung: Bei einer an einen Stromkreis angelegten Spannung stellt sich in der Folge ein Strom ein, der durch den Widerstand des Stromkreises bestimmt wird. Das bedeutet, daß Du Strom und Spannung nicht unabhängig voneinander einstellen kannst.
5a)
Labornetzgeräte haben eine Spannungs- und eine Stromgrenze. Sie erhöhen die Spannung, bis eine der beiden Grenzen erreicht ist. Wenn Du also "den Strom einstellst" dann stellst Du am Netzgerät ein, daß das Netzteil bitte die Spannung senken möge, falls der tatsächliche Strom über dem von Dir eingestellten Wert liegt.
6)
Der sich einstellende Strom durch die Galvanisierzelle ist für Dich uninteressant, was elektrische Scchläge angeht. Auch bei 50000 A in der Galvanisierzelle besteht für Dich kein elektrisches Risiko, wenn an der Zelle weniger als 42V anliegen. Da dein Labornetzgerät an deine Galvanisierzellen maximal 30V liefern wird, besteht keine elektrische Gefahr.
Der Trick ist, daß die Galvanisierzelle zwar einen kleinen Widerstand besitzt, und hier ein relkativ hoher Strom fließen kann, aber falls Du was anfasst ist der Strom durch deinen Körper erheblich kleiner, denn der Widerstand deines Körpers ist höher. Zumindest solange deine Hände trocken sind.
7)
Bitte achte auf gute Belüftung für den Fall, daß durch Elektrolyseeffekte giftige oder explosive Gase aus denb Zeleln entweichen.
Galvanisiere lieber langsam und länger, das schafft bessere Oberflächen (so zumindest meine Erfahrung mit dem Galvanisieren uas Kupfersulfatlösung heraus)
Ich empfehle folgende Vorgehensweise zum Einstellen des Labornetzgerätes:
1.) Netzgerät ohne Galvanisierzelel auf eine sicher ausreichende Spannung einstellen, z.B. 9V
2.) Stromgrenze am Netzgerät auf Minumum senken.
3.) Galvanisierzelle anschließen, es stellt sich ein Strom ein
4.) Die Stromgrenze auf den gewünschten Wert einstellen
5.) Spannung kontrollieren, am besten mit einem Multimeter. Die Spannung sollte in etwa der erwarteten Abscheidespannung plus ein bis zwei Volt entsprechen.
6.) Die Spannungsgrenze senken, bis der Strom gerade einbricht, dann wieder ein Stück aufdrehen. So hast Du eine Spannungsgrenze knapp oberhalb der notwendigen Spannung. Das schützt im Fehlerfall davor, daß das Netzteil auf zu hohe Spannungen "aufdreht" und z.B. ungewollte Elektrolyseeffekte einsetzen.
Ach, falls Du größere Galvanisierzellen anschließt, z.B. größer als 100 cm² Elektrodenoberfläche oer mehrere Zellen in Reihe würde ich aus Sicherheitsgründen eine Schutzdiode am Netzgerät empfehlen. Diese Schutzdiode schaltet man praktischerweise antiparallel zum Netzgerät, d.h. parallel zu den Plus- und Minus-Anschlüssen des Netzgeräts, aber in Sperrichtung.
Diese Diode soll verhindern, daß große Galvanisierzellen die Spannung am Netzgerät beim Anschließen unter 0V "ziehen" können. Das ist nämlich ein Fall, den einige Netzgeräteelektroniken überhaupt nicht vertragen. Eine P600A Diode (z.B. von Reichelt) wäre genau richtig.
-Theo
PS: ht tp://de.wikipedia.org/wiki/Kleinspannung sagt was von 25V AC oder 60V DC als Grenze der Ungefährlichkeit. Da hat sich wohl was an den Normen geändert. Ich bin mir jedenfalls sicher, daß die beim Galvanisieren mit einer Zelle verwendeten Spannugen nicht gefährlich sind.
- Re: Galvanisierzelle Spannung und Strom regeln donny 16.09.2011 12:54
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