Re: Aktive Frequenzweiche

Knolles ELEKTRONIK Forum

Geschrieben von Theodor Wadelow am 01. August 2011 19:16:23:

Als Antwort auf: Re: Aktive Frequenzweiche geschrieben von Daniel am 28. Juli 2011 08:42:07:

Hallo,

> ... mein mp3-player gerade mal ca. 100mV ausgang hat. lt Datenblatt brauchen die TDA 1562 aber
> um die 0,75V, um die maximale leistung abgeben zu können.
Dann hat dein MP3-Player wohl einen Kopfhörer-Ausgang, der an einen 16 oder 32 Ohm Kopfhörer angeschlossen wird und keinen "Line-Out" ;-)
Ist nicht weiter schlimm, das ist das "übliche" Problem.


>Ich habe dazu jetzt mal ein wenig im internet geforscht. Hier ist eine Schaltung,
> die mir passend erscheint: www.peter-rachow.de/bassamp.htm Den Spannungsregler lass ich raus,
Du willst da wohl die Vorverstärkerstufe abkupfern ? Das erscheint mir zu aufwändig.

Du hast doch sowieso den Summierverstärker mit dem Opamp vorgesehen um aus Mono Stereo zu machen.
In ht tp://sound.westhost.com/articles/dwopa3.htm#sum (rechte Seite) kannst Du dne wert von R3 z.B. ver-sieben-komma-fünf-fachen kannst (dann 75k) um statt 1-facher "Verstärkung" etwa 7,5-fache Verstärkung zu bekommen.
So kommst Du einfacher von 0.1 V auf 0.75 V .

Anbei: Bei Peter Ranchows Verstärker siehst Du sehr schön, wie man mit kleinen Kondensatoren die Signale am Ein- und Ausgang aus- und einkoppelt.
Sehr gut hat der auch z.B. das 1 nF am Eingang gegen Masse gesetzt, das soll wohl HF-Störungen (Tackern im Amp wenn Handys in der Nähe sind) vorbeugen.

> Hab ohnehin nicht mehr viel zeit, da ich bis Sonntag fertig sein muss..
Das ist etwas knapp. Toitoitoi nachträglich.

> Hier nochmal der Link zur Weiche: www.icplan.de/seite6.htm
Ist das nicht eine andere Weiche als die, die Du im letzten Posting verlinkt hattest ?
Ich meine, 24 dB/Oktave sind völlig übertrieben. Meine Rechnungen zu 6dB/Oktave hatte ich ja dargelegt. Der hohe Bauaufwand würde mich ernsthaft abschrecken. Zumindest für ein Anfängerprojekt nicht einfach.


Meint ihr, dass des beides was taugt? Also auch im "zusammenspiel"?
Desweiteren ist mir aufgefallen, dass ich keine 39nF, 820nF, 56nF und 3,9nF Kondensatoren habe. Reichelt führt die leider auch nicht.
> Kann ich die einfach durch einen anderen mit dem nähstem Wert austauschen?
> z.B 39nF mit 33nF usw.?
Damit änderst Du den Frequengang der Weiche. Ob eine mehrfach filternde Weiche dann überhaupt noch sauber filtert kann ich Dir ohne genaue Analyse der Schaltung nicht sagen. Ich würde unter anderem aus diesem Grund eine erheblich einfachere Weiche bauen. bei 6dB/Oktave bist Du bei der exakten Frequenzwahl, d.h. den R- und C- Werten erheblich weniger auf genaue Werte angewiesen als bei 24 db/Oktave.

> Pegeleinsteller hätte die verlinke weiche auch.
Da siehst Du wie einfach sowas nachzurüsten ist. Einfach ein Poti gegen Masse und gut ist.

>Kommen da meine 0,75V für die TDA hinten raus oder muss ich noch einen Verstärker nachschalten?
Frag' Herrn Ranchow ;-) Ob der seinen Filter mit einer Verstärkung designt hat oder nicht, ist ohne Nachrechnen oder Simulieren (Tipp: LTSpice 4) unmöglich zu klären.

> Was Stereo zu mono angeht:
> Hab dazu einfach einen simplen Tl071 genommen. 2x 10k Widerlinge in den Stereoleitungen, dann einen 47k auf den ausgang und noch ein poti von 100k, um > die Verstärkung von 0 - ca.3 einzustellen.
Mist, das hatt ich zu spät gelesen. Da hast Du deine Verstärkung. 0,75 V sind Du übrignes auch nur dann nötig, wenn maximale Lautstärke gefordert ist.
Bau' Dir erstmal eine WAV oder MP3-Datei mit 1khz Sinus, maximale Lautstärke und gib das auf dem MP3-Player aus. der dann gemessen Pegel muß auf 0,75V Verstärkt werden um den TDAxxxx optimal zu "füttern". Aus der 3x-Verstärkung kannst Du mit mehr Widerstand locker auch noch 7,5-fache Verstärkung machen (die o.a. 100mV -> 0,75V) ca. 10-fache Verstärkung ist die konservative Grenze für die nutzbare Verstärkung einer einzelnen Opamp-Stufe.

>Achja: Hab noch einen alten DC/DC - Wandler hier gefunden. (von den uralten Netzwerkkarten)
> Dieser hat 12V input und +/- 15V out.
> Dannach kommen noch 2 Regler auf 12V, damit es nicht zu sehr schwankt, da diese Regler schon sehr von der Eingangsspannung abhängig sind..
Die schwankung der Versorungsspannung ist für deine Zwecke ohen Belang. Die Versorgungsspannung muß nur ca. 2..3 V größer sein als die größte zu verarbeitende Signalspitze. Ich würde an Deiner Stelle lieber +/-15V nehmen und die mit 10uF gegen Masse, 10 Ohm in Serie, 100nF gegen Masse, 10 Ohm in Serie, 100 nF gegen Masse gut gegen hörbare Restwelligkeit aus dem Wandler filtern.

> Wird die Weiche auch mit +/-12V laufen? In der originalen Schaltung sind 15V vorgesehen?
Ahem, Du hast das mit dme Audio-Gnd noch nicht gelesen, oder ?
Aus 12V erhältst Du quasi von alleine +/-6V und bereits das sollte reichen. +/- 12V reicht dicke!

> Der Strom des Wandlers wird mit 2x66mA angegeben sollte ja dicke reichen, oder?
Das kommt auf die Opamps an. Einige ziehn deutlich strom, z.B. NE5532 sind m.W. (gerade zu faul um im Datenblatt zu gucken) schon kleine Stromfresser.
mit ca. 10 Opamps in Summierer, Filter und Pegelsteller bist Du da schon knapp dran. Rechne den Strom aus den Datenblättern zusammen und addiere die Gleichströme durch die Widerstände, die von (+) und (-) ausgehen. Die AC-Ströme sind dann etwas höher, aber das ist nicht viel.

-Theo

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