Re: Energieverbrauch von alten und neuen Herdplatten

Knolles ELEKTRONIK Forum

Geschrieben von PeterL am 08. Juli 2011 17:22:07:

Als Antwort auf: Energieverbrauch von alten und neuen Herdplatten geschrieben von Marcel am 07. Juli 2011 22:27:57:

...
Fand da in den letzten 30 Jahren bei Herdplatten dieses Prinzips einen Wandel statt ?
...

Moin,
nein, oder ja, was die verwendete Technik angeht, um Toepfe warmzumachen.
Die "gemeine Herdplatte" ist immer noch eine Gussplatte, in der ein Heizwiderstand eingearbeitet ist. Das Ding wird warm und uebertraegt seine Waerme per Kontakt zum Topfboden in den Topf. Daran kann man kaum etwas verbessern, hoechstens den Waermeverlust ueber die Unterseite der Platte vermindern.

Glaskeramik-Kochfelder haben Strahlungsheizkoerper. Die Heizwiderstaende (Rohrheizkoerper oder sogar Halogenlampen) werden gluehend und geben die Waerme ueber ihre Waermestrahlung an den Topf ab. Das ermoeglicht, die Glaskeramikplatte relativ kuehl zu halten und schnell abkuehlen zu lassen, das System hat eine vergleichsweise geringe Waermekapazitaet.

Induktionsplatten: Hier ist in der Herdplatte eine Spule, die von einem Generator mit einem hochfrequenten (einige 10kHz) Wechselstrom gespeist wird. Durch das entstehende Wechselmagnetfeld wird im geeigneten! Topfboden ein Wirbelstrom erzeugt, der den Boden erwaermt.

Stromwaerme kann mit hoechstmoeglichem Wirkungsgrad erzeugt werden, die Leistung, die man einer Herdplatte zufuehrt, wird vollstaendig in Waerme umgesetzt. Die Verluste entstehen durch den Kontakt Platte/Topfboden und die Waermeabstrahlung des Topfes selbst. An der "gemeinen Herdplatte" kann man energetisch nichts verbessern, nur fuer optimale Arbeitsbedingungen sorgen. Also passende Toepfe und ebene Topfboeden.

Bei Glaskeramikfeldern mit Strahlungsheizungen gibt es durch den Waermetransport per Strahlung Verluste, bei den Induktionsplatten sind es die Verluste in der Generatorelektronik. Die muss mit einem Ventilator zwangsgekuehlt werden.

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Peter

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