Re: VU-Meter an E-Bass

Knolles ELEKTRONIK Forum

Geschrieben von loban am 16. Juli 2010 12:22:31:

Als Antwort auf: Re: VU-Meter an E-Bass geschrieben von Theodor Wadelow am 15. Juli 2010 12:02:39:

Hallo,
> hab nochmals nachgefragt beim lehrling im 3ten lehrjahr der meinte am einfachsten sei es einen
> Impedanzwandler an den Eingang zu hängen, ist das möglich? dan betrüge der Eingangswiederstand
> am VU-Meter ca 5Mohm der Bass-Verstärker hat 1Mohm reicht dieses Verhältniss?
Da habt ihr euch u.U. etwas mißverstanden. Hattest Du dem Lehrling auch mal den Schaltplan von KnolleP's Seite mitgebracht ?
Ein Impedanzwandler ist da in Form von U1A,U1B schon drin.
Du benötigst außerdem eine Verstärkung, um von 20mV (Maximalsignal, wie ich annehme) auf ca. 1,7V (dem am LM3914 erwarteten Pegel für "Vollausschlag zu kommen)
Das bedeutet, Du brauchst etwa 85-fache Verstärkung.
85-Fache Verstärkung sollte im Regelfalle mit zwei Operationsverstärkern gemacht werden, weil einzelne, stark verstärkende Stufen starke Fehler (Verzerrungen, Rauschen) produzieren. außerdem sinkt die nutzbare Bandbreite.
Für eine Aussteuerungsanzeige an einem Baßverstärker wäre das aber egal, weil das Signal nicht mehr anggehört werden muß und außerdem eher niederfrequent ist.
Reden wir mal über www.knollep.de/Hobbyelektronik/projekte/38/sch.gif
U1A und U1B haben an ihren (+) Eingängen sehr hohe Eingangswiderstände, im MOhm-Bereich.
C1, D1, R1, R2 sind eine trickreiche Gleichrichterschaltung, die gleichzeitig auch das langsame Abfallen der Pegelanzeige sicherstellt.
Mir ist nicht ganz klar, wie bei kleinem Pegel (kleiner als 700mV ist bei Line-In/Line-Out typisch) die Diode D1 jemals leitend werden soll, aber vermutlich funktioniert die Schaltung so wie gezeigt. Vorsichtige Naturen könnten D1 z.B. durch 1N5817 (Schottky-Diode) ersetzen.
Da diese "Baugruppe" nicht durch einfaches Ändern der Werte in ihrer Funktion auf "hochohmiger Eingang" geändert werden kann ist das Vorschalten eines Verstärkers und Impedanzwandlers tatsächlich sinnvoll.
Du kannst z.B. ht tp://de.wikipedia.org/wiki/Operationsverstärker#Nichtinvertierender_Verst.C3.A4rker_.28Elektrometerverst.C3.A4rker.29
vor die Schaltung bauen.
Mit R1 und R2 stellst Du eine Verstärkung ein, mit der Du von 20mV (maximaler Eingangspegel) auf etwa 220mV kommst. Das bedeutet etwa 11-fache Verstärkung, also z.B. R1=10K und R2=100K Die restliche Verstärkung macht (einstellbar) U1A/U1B von KnolleP's Schaltplan.
Falls das nicht reicht, kannst Du die verstärkung deiner "Vorstufe" jederzeit erhöhen, z.B. auf das 23- oder 48-fache durch Verwenden von 220kOhm bzw. 470kOhm Widerständen. Da die nicht viel kosten, könntest Du sie auf Vorrat kaufen.
Der Operationsverstäker so einer "Vorstufe" ist allerdings bipolar, z.B. mit +9 und -9 Volt zu versorgen, das macht die Sache etwas aufwändig.
Zur Stromversorgung:
Die LEDs an den LM3914 ziehen nicht unerheblich Strom. 9V Blockbatterien sind nicht unbedingt eine günstige Alternative, zumal die nicht allzuviel Kapazität haben. Ist im Baßverstärker nicht eine Stromversorgung drin, die Du benutzen kannst ?
Ein paar mA extra sind für kein Netzteil der Welt ein Problem, für eine 9V-Blockbatterie allerdings schon.
Außerdem kannst Du Glück haben und im Baßverstärker bereits eine bipolare Spannungsversorgung vorfinden, so daß die Vorstufe problemlos versorgbar wird.
Auch solltest Du prüfen, ob im Baßverstärker nicht eine Vorstufe drin ist, hinter der Du einen höheren Pegel abgreifen kannst als die eingangs erwähnten 2-20 mV. Das macht die Bastelei viel angenehmer und erspart Dir u.U. eine eigene Vorstufe.
-Theo

Super Danke vielmals für die ausführliche Erklärung
Ich werde die Schaltung über die Ferien aufbauen und ausprobieren...
aber wir haben uns missverstanden bei der Stromversorgung, ich werde das ganze IN den Bass integrieren, aber für das habe ich schon eine Lösung gefunden: da ich zu der Anzeige den Bass auch noch zu einem Aktivbass umbauen werde brauche ich sowieso eine zusätzliche Stromversorgung, die wird in Form eines kleinen Steckernetzgerätes einbauen werde.
Nochmals vielen Dank
loban

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