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Geschrieben von Theodor Wadelow am 11. April 2010 11:51:07:

Als Antwort auf: TDA7267: Muss es ein ELKO am Ausgang sein? geschrieben von Pyrgus am 10. April 2010 12:13:50:

Hallo,
> Ich habe mir mal einen 2W-Monoverstärker als Vorverstärker
> für ein Mikrofon zusammengebaut. Funktioniert prächtig.
> Das Ganze habe ich mit dem TDA7267 gelöst. Dieser braucht
> einen 470µF Kondensator am Ausgang, ich habe einen ELKO
> mit 470µF/63V genommen.

Warum schreibst Du ELKO groß ? Ist das ein spezieller "ELKO" oder
reden wir von der gleichen Sache, nämlich einem handelsüblichen Elektrolytkondensator ?

Bei Reichelt gibt es eine ganze Liste von 470µF Elkos: www.reichelt.de/?ACTION=4&WHOLE=0&TYPE=AND&SEARCH=470µF&Suche.x=4&Suche.y=9

Dabei ist zu beachten, daß Du im Worst-Case 2x Ubatt am Elko haben kannst, ,also ist
bei 12V Versorgung ein 25 Volt Typ angebracht. Und 470µF/25V haben immer in etwa dieselbe Größe.
Des Weiteren ist bei Elkos noch der maximal zulässige Dauerwechselstrom "ripple current" zu beachten, udn da unterscheiden sich die verschiedenen Bauformen:

www.reichelt.de/?;ACTION=3;LA=4;GROUP=B31A;GROUPID=4001;ARTICLE=84778; : nur 10x10x10 mm groß, aber nur 850 mA zulässiger Strom. Das ist bei 2W an 8 Ohm noch akzeptabel, aber viel mehr Leistung darf es nicht sein.

www.reichelt.de/?;ACTION=3;LA=4;GROUP=B311;GROUPID=3142;ARTICLE=4535; Axiale Standard-Bauform. Liegt flach auf der Platine
Das Datenblatt will bei mir gerade nicht laden :-(

www.reichelt.de/?;ACTION=3;LA=4;GROUP=B312;GROUPID=3143;ARTICLE=15151; Ich hätte lieber RAD 470/25 gehabt, aber den gibt es anscheinend bei Reichelt nicht mehr. Diese "Standardelkos" bis 85°C haben idR niedriegere ESR und höhere Lebensdauern als die "105°C low ESR - Typen". Das "Low ESR" bezeiht sich nämlich auf die Familie der 105°-Typen und verglichen mit "normalen" Elkos haben die 105°C-Typen alle erstaunlich hohe ESRs, wenn ich mich recht erinnere. Zur genauen Klärung diese FDrage hilft aber wi imer nur der Blick ins Herstellerdatenblatt. Und weil da auch meist frisiert wird bis die PDF-Datei platzt wohl besser selber nachmessen ;)

www.reichelt.de/?;ACTION=3;LA=4;GROUP=B319;GROUPID=4000;ARTICLE=84672; - die "beliebte" 105°C Variante. Finger weg !
Höhere ESR -> mehr Selbsterwärmung unter Last, höhere Leckströme und "Lebensdauer: bis 2000 Std." Diese Elkos sscheine mir für unodentliche Designer geschaffen worden zu sein, die ein Bauteil brauchen, daß sie rechnerisch direkt an dem Kühlkörper des daneben befindlichen Spannungsreglers oder Transsoistors befestigen können.
Temperatur schadet Elkos immer und wer 85°C am Elko nicht einhalten kann (wegen zu hoher Selbsterwärmung oder Fremderwärmung), der sollte den Elko weiter weg legen, mehr Kühlen oder die ganzte Schaltung neu designen !
Bei 85°C (der üblichen Maimaltemperatur) ahben diese Elkos auch zumeist "übliche" 10.000 Stunden Lebensdauer angegeben. Genau wie die 85°C-Typen. Dieser Tpy darf schonmal ca. 1 A Ripplestrom ab. Nun ja, bei entsprechend gesteigerter Selbsterwärmung oder entsprechend kälterer Umgegbung könnte das der 85°C-Typ bestimmt auch. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

> Wahrscheinlich hatte ich ihn noch irgendwo rumliegen.
Nun, das ist nicht die Schuld des Elkos, oder ?

> Meine Frage ist: Muss es ein ELKO sein? Wenn ich einen anderen Typ nehmen würde,
> könnte die ganze Sache noch etwas kompakter werden. Das wäre toll!
Ein Elko ist meines wissens die kleinste Bauform für eine gegebene Kapazität. Ein 470µF/285V Metallpapier(MP)-Elko ist so groß wie eine Thermoskanne (kann dann aber auch 20A Ripple-Strom ab ;) )
Und aus 1000 470nF MKP/MKF/??? - Kondensatoren mit 63V zusammengebaut wäre diese Kapazität so groß wie ein kleiner Schuhkarton

Geht es Dir darum, daß der Elko bipolar (wie in der Demo-Schaltung angegeben) sein soll ?
Das kannst du wohl vernachlässigen. Minuspol des Elkos an Mase und gut ist.
Der Elko soll ja nur den DC-Anteil aus dem Verstärkerausgang entfernen.

Apropos: Du sagtest, Du verwendest den Vertärker als "Mikrofon-Vorverstärker".
Hast Du einen Lautsprecher im Ausgang? Nein ? Dann kann der Elko erheblich kleiner Ausfallen. Probier's mal aus. Zum Koppeln einers Line-In Eingangs reichen zumeist 10µF oder sehr großzügig bemessen 100µF dicke. Und solche Elkos sind wirklich klein, vergliochen mit einem 470µF-Elko.

Apropos Mikrofon-Vorverstärker:
Der TDA7267 ist eigentlich als Lautsprecherverstärker und nicht als empfindlicher Vorverstärker gemacht. Schön, wenn es für dich trotzdem geht, aber der 7267 verschlingt dabei mit 30mA Ruhestrom "quiescent current" doch recht viel Strom. Eine typische 2-Stufen Opamp-Lösung würde erheblich weniger verbrauchen. Nur so als Tipp am Rande.
Außerdem rauscht ein leistungsarmer Opamp wohl noch etwa weniger als so ein integrierter Lesitungsverstärker.
Als Typ würde ich den NE5532 vorschlagen.

-Theo

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