Re: Entstören der Pumpe bzw. der Schalter

Knolles ELEKTRONIK Forum

Geschrieben von Theodor Wadelow am 05. November 2009 23:00:26:

Als Antwort auf: Re: knacken in lautsprechern beim Abschalten der Nebelpumpe geschrieben von pille am 04. November 2009 20:48:07:

Hallo,

> Eine Nebelmaschine funktioniert wie folgt:
> ...
Danke für die ausführliche Beschreibung.
Ich verstehe also, daß es sich um einen 230V Pumpenmotor handelt, der direkt vom Steuerpult mit dem Schalter geschaltet wird.
Ich vermute, die Pumpe ist etwa so geschaltet:

(Phase L)----Bimetallschalter(geschlossen bei hoher Temperatur )--------(Tastschalter im Pult)-------Pumpenmotor------(N Nullleiter)

Da könen also zwei Schalter die Pumpe abstellen, der Bimetallschalter, wenn die Tempeoratur zu niedrig ist und der Tastschalter am Pult.
Die sind beide getrennt zu entstören.

Siehe dazu www.dse-faq.elektronik-kompendium.de/dse-faq.htm#F.25.1 (Es geht da zwar um Triacs als Schalter, aber das Problem ist das Gleiche, das Du gerade hast)

Ich würde 0,1µF in Serie mit 200 Ohm als Entstörglied versuchen.

Das kann a) parallel zur Pumpe geschaltet werden
b) parallel zu jedem der Schalter geschaltet werden (also insgesamt 2x Entstörglied verbauen)
oder c) parallel zu der Reihenschaltung der Schalter verbaut werden (wenn denn wie von mir vermutet eine Reihenschaltung gegeben ist)
oder d) an Motor und an den Schaltern verbaut werden.

Es ist schwer vorherzusagen, an welcher Stelle und mit welchen Bauteilwerten man die beste Entstörung erreicht. Da hilft nur Ausprobieren von verscheidenen Widerstände und Kondensatoren.
Kondenstoren z.B. 10nF, 100nF, 470nF und Widerstände 10Ω, 100Ω,200Ω,470Ω,1kΩ
Bei den Kondensatoren auf ausreichende Spannungsfestigkeit achten! 350V ist Minimum !
Beispiele C: www.reichelt.de/?;ACTION=2;GROUPID=3157;START=0;OFFSET=100;SHOW=0
Beispiele R: www.reichelt.de/?;ACTION=2;LA=2;GROUPID=3074;

Bei zu großem Kondensator und zu kleinem Widerstand kann passieren, daß die Pumpe durchläuft, als ob die Schalter immer gedrückt wären, da zuviel Strom über die Entstörglieder fließt. Dann kalt kleinere C und größere R verwenden.

Für genauere Diskussionen müßtest Du wohl mal den Schaltplan von dem Gerät skizzieren, Pille.
Aber vermutlich reicht die oben vorgeschlagene "Einfachentstörung"

Bezüglich Teilebeschaffung: Habt ihr keinen lokalen Elektronikladen ?
Helfen Dir vielleicht die Gelben Seiten ( gelbeseiten.de ) weiter ? Stichwort "Elektronik".

Über alle Arten von (Erfolgs)meldungen freue ich mich immer sehr ;)

Toitoitoi,
-Theo

Antworten:

Knolles ELEKTRONIK Forum

| ©www.HobbyElektronik.de | ©Knolle_P | (©Oliver Pering) |