auf Nachfrage von hummel hier mal ein Vorschlag, wie ich mir ein einfaches Blei-Gel Ladegerät vorstelle.
Natürlich ist Prozessorsteuerung eine wünschenswerte sache, dann man man mit der Ladekurve Achterbahn mit Looping und Todesschraube fahren, aber das ist m.E. total überregt.
Andererseits, Blei-Gel-Akkus kann man wohl recht schnell zu Tode quälen und deshalb würde ich mit immerhin eine Ladestromgrenze wünschen.
Auf dem FTP-Server (Men oben -> Upload -> Upload Bereich 1 -> FTP-Server) findet ihr im Ordner "Blei-Gel-Lader" die Datei "Blei-Gel Ladegerät IU.pdf".
Das ist soweite eine simulierte Schaltung. Mein letzter rumstehender 12V Blei-Gel Akku hat sich gerade als totgestanden erwiesen, mithin wäre diese Schaltung genau die richtige gewesen.
Vermutlich werde ich sie selber irgendwann bauen und testen, aber das geht jetzt erstmal nicht mehr :-[
Diese Schaltung erfüllt 3 Dinge für einen 12V 4..15Ah Akku:
1) Regelbare Ladeschlußspnnung (Poti R4) 13..16V
2) Regelbarer Ladestrom (Poti R8) 0,5..1,5A
3) Regelbare Erhaltungsladespannung (Poti R13) 12..15V
Damit erzeugt sie etwa das Ladeprofil "Constant Current-Constant Voltage" aus den im letzten Thread angesprochenen Panasonic-Datenblättern.
Hummel hat gefordert, daß die Schaltung mit 16V aus einem Laptop-Netzteil versorgt werden soll.
Dafür der bekannte LM2940 Low-Drop-Spannungsregler in der -5 Version für 5V Referenzspannung.
Fehler/Anmerkungen im Schaltplan:
Vom Aufbauer zu ergänzen:
Ich stelle mir die Inbetriebnahme so vor:
- Batterie ab. Versorgung >= 16V.
- Spannung am LM2940 Ausgang messen. R4 einstellen, so daß je nach Temperatur die erwartete Ladeschlußspannung (ca. 14,4..14,7 V) an den Batterieklemmen liegt.
- R8 = "oben" (R9 verbunden mit R1) -> minimale Ladestromgrenze.
- Statt "Batterie-Ersatz" dann eine echte, leere Batterie anklemmen. Prüfe: Strom klein (maximal ca. 0,5A)?
- R8 aufdrehen, bis 0,1C Ladestrom erreicht.
- Bei Erreichen der Ladeschlußspannung (14,4...14,7V) R4 zurückdrehen, bis LED1 leuchtet. (Umschaltung auf erhaltungsladung)
- Batterie trennen und an den Batterieklemmen mit R13 ca. 13,8V Erhaltungsspannung einstellen.
- Batterie wieder anklemmen -> LED "Erhaltungsladung" bleibt hoffentlich an. Das "Ladegerät" verhält sich jetzt wie ein 13,8V Netzteil, bis der eingestellte Strom für normale Ladung (ca. 0,1C) überschritten wird. Dann beginnt ein neuer Ladezyklus. Kleine Last kann so am Ladegerät hängend mitversorgt werden.
Grenzen der Schaltung:
Ich habe die Schaltung nicht getestet, wohl aber simuliert und denke, daß sie einigermaßen laufen sollte.
Bei der Inbetriebnahme: Vorsicht, vorsicht und nochmals Vorsicht.
Wenn ein Blei-Gel Akku heftig überladen wird ist er bald kaputt. Deshalb erste Ladeversuche nur unter Aufsicht (Strom- und Spannungsmessung am Akku!) durchführen.
Bei Tests bitte gerne hier im Forum melden. Würde micht sehr interessiern, ob das so auch in real läuft.
Wer macht eine Teileliste mit Bestellnummern und Preisen z.B. für Reichelt ?
-Theo