Re: Moment mal ! - bitte erst Datenblätter lesen.

Knolles ELEKTRONIK Forum

Geschrieben von el-haber am 05. November 2008 16:16:51:

Als Antwort auf: Re: Moment mal ! - bitte erst Datenblätter lesen. geschrieben von Andi am 30. Oktober 2008 23:02:42:

Hi Andi,
Schrittmotoren haben durchaus hohe Ströme, die auch geregelt werden, damit durch eine hohe Betriebspannung schnelle Stromwechsel in den Spulen möglich werden und somit schnelle Schrittraten verwirklicht werden können.

Die einfachste Art, einen Schrittmotor anzusteuern ist die von dir beschriebene mit den 'Wendespulen' und jeweils ein Schalter nach Masse. Die Spulen vertragen einen maximalen Strom, der vom Drahtdurchmesser abhängt und über den Spulenwiderstand ergibt sich die Betriebspannung.
Damit die Schrittraten höher werden nimmt man eine höhere Spannung, damit der Strom dann schneller wechselt. Damit die Spule nicht durchbrennt, wird ein Vorwiderstand an jede Spule (Mittenanzapfung nach +) gehängt, der den Spannungsüberhöhungsanteil dann beim Nennstrom aufnimmt.
Die geregelten Schrittmotortreiber verwenden sogenannte Chopper, bei denen der Strom durch abschalten geregelt wird und über Shottky-Dioden in der Spule als Freilaufstrom gehalten wird.

Beispiel:
Schrittmotor mit 4 Wicklungen (je 2 in Reihe geschalten).
Wicklungswiderstand einer Spule: 5,6 Ohm
Maximaler Strom: 1A

Spannung 5,6V bei einfach-Treiber
Spannung 12V mit 2 Vorwiderständen von je 6,4 Ohm und einfach-Treiber
Spannung 36V mit Chopper-Treiber und Sense-Widerstand zur Regelung von 1 Ohm.

Wenn der Schrittmotor an der Leistungsgrenze und im Haltebetrieb verwendet wird, dann sind auch Kühlkörper am Treiber und am Motor erforderlich. Bei einfachtreibern sind höhere Verlustenergien abzuführen.

CU
Stef

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