Re: Welches Lötzinn?

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Geschrieben von Theodor Wadeleow am 17. Oktober 2008 14:45:13:

Als Antwort auf: Re: welches löt zinn? geschrieben von el-haber am 17. Oktober 2008 12:33:16:

Hallo,
>nach RoHs keines der angegebenen. Es werden reine Zinn-Silber-CU Lote verwendet,
>die zum senken der Themperatur noch
>mit etwas Wissmut oder anderen Metalen dotiert sind.
Soviel zur Theorie, wenn man Hersteller von Seriengeräten ist.

Als Bastler oder im Prototypenbau (Elektronikabteilung einer Firma) würde ich immer die alten Lötzinne mit Blei verwenden. Sie sind wesentlich besser lötbar und ergeben v.A. bei Anfängern einfach bessere Verbindungen.

Außerdem benetzen sie sowohl alte wie auch neue (RoHS) Bauteile ohne Probleme. Vernickelte IC-Beine mit bleifreiem Lötzinn benetzen zu wollen ist m.E. unmöglich. Da braucht es schon die neueren, verzinnten Beine der RoHS-konformen ICs.
Aber ich als Bastler will ja nicht mein ganzes Teilelager wegschmeißen und alles in RoHS neu kaufen.

Für (Klein)Serienfertigung ist RoHS natürlich verpflichtend.

>Durchmesser je nach Anwendungsfall 1mm.
Ich habe auch gute Erfahrungen gamacht mit 0,5mm Lötzinn, Sn60Pb38Cu2 oder Sn60Pb40 , mit Flußmittelseele
Das ist zwar saudünn, aber man kann die Menge super genau dosieren. Das dünne Zeug kostet kaum mehr als das 1mm Lötzinn. Metermäßig ist auf der 0,5mm Rolle irreviel drauf. Und man darf sich nicht davon Abschrecken lassen, wenn beim Festlöten eines TO220-Gehäuses 3x 4cm Lötzinn verschwinden ;)

Für Anfänger ist das dünne m.E. besser geeignet als das Dicke, weil sie sehen können, wie das Lötzinn langsam um die Lötstelle rumkriecht. Dieses Rumkriechen ist abhängig von der Lötzinnmenge und der Wärmezufuhr, da lernt der Anfänger dann eher schneller als mit der normalen 1mm Größe.
-Theo

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