Re: Stereo-Mono, Ihr redet aneinander vorbei.

Knolles ELEKTRONIK Forum

Geschrieben von Theodor Wadelow am 04. Oktober 2008 19:50:18:

Als Antwort auf: Re: Ausgänge von StereoAmp IC zu Mono koppeln geschrieben von Micha am 30. September 2008 18:33:37:

Hallo,

Aber noch mal zu Verständnis: Wird dann also (mal auf den www.datasheetcatalog.org/datasheet/stmicroelectronics/1570.pdf bezogen!) Beispielsweise Out1- an In2 angeschlossen und der LS zwischen Out1+ und Out2- geschaltet? Nein, das kann nicht sein..
Ach, was für eine schön konkrete Fragestellung. So lob' ich mir das.
Leider war die Antwort von el-haber etwas platter als sonst. Er hatte gesagt:
EL-haber:
... Verstärker über Differenzeingänge verfügen, dann kann eine Brückenschaltung aufgebaut werden, die etwa die 2,5-fache Leistung einer Stufe freisetzt.
Hmhm, lieber Stef, bitte nochmal das Datenblatt lesen ! Der TDA7266 ist bereits ein Brückenverstärker, den kann man nicht nochmal brücken ;)

Und die Ausgänge 1:1 parallel zu schalten würde ich mich nicht trauen. Das ginge maximal mit Equilibrierwiderständen, aber dann kann man sich bei 14W Ausgangsleistung (wow, wie viel) das Parallelschalten auch sparen. Die Extraleistung bleibt dann nämlich in den besagten Widerständen kleben. Also doof.

Im Brückenbetrieb könnte aber der TDA7264 laufen.
Der braucht aber einen externen Inverter. Genaugenommen braucht der TDA7266 den externen Inverter auch, denn der Leistungsverstärker produziert mit dem Lautsprecher dran bestimmt kein so tolles Signal mehr an OUT1-, daß man das der 2. Verstärkerstufe zuführen wollte. Zumal man den Pegel gewaltig anpassen müßte, denn der Eingang in die Verstärkerstufe ist ja immer mit meist wenig Pegel (paar zig Millivolt) zu machen, während am Ausgang gerne mal 0..20V (TDA7266) auftauchen. Da müßte mann das Signal also erstmal auf geeignete Art und weise mit einem R-C Netzwerk zuschneiden, damit man es dann in die 2. Stufe bekommt. Das ist murks. Vielleicht machen das ein paar Chinesen so, die einen 650W P.M.P.O Brüllwürfel konstruieren, aber denne ist bereits der TDA7266 zu teuer. Da werden normalerweiwse zwei BC3x8 Transistoren genommen und gut ist.

Vor der Inverterstufe mußt Du weder Angst noch Respekt haben. Ein quasi beliebiger Operationsverstärker und zwei fast beliebige, aber identische Widerstände reichen aus. (siehe Wikipedia de.wikipedia.org/wiki/Operationsverstärker#Invertierender_Verst.C3.A4rker ). Beim Operationsverstärker tut es alles was bei Reichelt ab 9,2 ct zu kriegen ist. www.reichelt.de -> Suche -> Stichwort "op-amp" ... auf den Bindestrich bei op-amp achten !
LM358 wäre ein vollkommen standesgemäße Wahl. Und sogar noch im bastelfreundlichen DIL Gehäuse.

Falls Du wegen Baugröße oder so Probleme zu haben glaubst, Operationsverstärker gibt's auch in richtig kleinen Gehäusen, das ist kein Ding. Im Notfall passt der Inverter zwischen (!) die Beine vom TDA7264. Fast zumindsest ;)

> Und was, wenn es keinen solchen Invertierten Kanal gibt?
>Gib es dann auch eine Möglichkeit die OHNE einen
>zusäzlichen Inverter auskommt?
Nein, keine Sinnvolle. Und den invertieren Ausgang einer ersten Verstärkerstufe solltest Du eben nicht nehmen, wenn Du nicht mußt. Falls Du mit den 9,2 ct (plus zwei Widerstände, macht dann knapp 10 ct) ein Problem haben solltest, könnten wir über eine günstige Finanzierung reden ;) Zumindest eine günstigere als das Lehrgeld, das Du zahlst, wenn Du den invertierten Leistungsausgang der einen Verstärkerstufe vom TDA7264 benutzen willst.

Warum willst Du eigentlcih gerade diese TDAs verwenden ? Liegen die noch in der Bastelkiste oder sind die besonders günstig oder wie ? Wie sind eigentlich Einsatzumfeld, Spannungsversorgung und gewünschte Ausgangsleistung ?
-Theo

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