Re: Spannungsverdoppler für bis zu 17V

Knolles ELEKTRONIK Forum

Geschrieben von Theodor Wadelow am 01. September 2008 17:27:47:

Als Antwort auf: Re: Spannungsverdoppler für bis zu 17V geschrieben von Micha am 31. August 2008 22:02:02:

Hallo,
... Daher der "Sicherheitsabstand" von 0,6V (Statt 16,4V gleich 17V), damit der "gepimpte" ;) Spannungsregler nicht in Schwulitäten gerät. ...

was ist das denn für ein Spannungsregler? Die klassischen 78xx Regler brauchen mindestens 2 bis 2,5 Volt mehr Eingangsspannung als Ausgangsspannung. Dann gibt es noch "Low Dropout" Regler, die minimal ca. 1V Dropout können.
Und Du kommst mit 0,6V Dropout klar? Wie soll das denn gehen? Gut, ich weiß, es gibt da Konzepte, aber die sind um mehrere Größenordnungen aufwändiger als 2-3 L-C Siebstufen. Da finde ich Stefs Kommentar genau richtig. Der schlägt ja auch die Richtung "Filter" vor. Guter Mann ;)

Ach, und das "pimpen" des Spannungsreglers machst Du bestimmt mit in Flußrichtung geschalteten Dioden, richtig ?
Da wäre zu beachten, daß deren Flußspannung erheblich von der Temperatur abhängt.
Gehe mal von 0..70°C Temperaturbereich aus. Silizium macht meines Wissens ca. 2,3mV/°C Temperaturkoeffizient. Du hast wohl zwei Sperrschichten in Reihe, damit Du +1,4V auf den Fuß des Spannungsreglers bekommst. Also 2·2,3mV/K·70K = 322 mV Differenz. Und das ist der Spannungsunterschied im "normalen Temperaturbereich". Ich weiß ja nicht, wo das Gerät laufen soll, aber 9..12 Volt hört sich für mich nicht wie eine Laborumgebung mit konstanter Temperatur an. Ich hoffe 70°C Temperaturunterschied reichen da. Oder dein Oszillator sollte besser nicht von der absoluten Größe der Betriebsspannung abhängig sein. Dann wiederum müßte ihm etwas Ripple in der Versorgung egal sein.
Sonst nimm' lieber einen LM317 mit Einstellpoti für die Spannung. Das Einstellpoti natürlcih nur für den Stellbereich, der Grundwert wird natürlich mit Präzisionswiderständen eingestellt. Wenn man da die Temperaturkoeffizienten geschickt kombiniert, kann man so einen Einstellspannungsteiler fast temperaturkompensiert bauen ;)

Ist Dein HF-Oszillator etwa sehr empfindlich bzgl. der Versorgunggspannung? Daß ließe aber auf keine gute Oszillatorschaltung schließen, mit Verlaub. Ein Oszillator in einem ordentlichen System erzeugt doch entweder eine von Temperatur, Luftfeuchte, Versorgungssapnung etc. unabhängige Frequenz (als Referenzoszillator) oder aber er ist per Spannung tunbar, dann aber zumeist per PLL an eine Referenz gebunden. Also auch wieder nicht allzu abhängig von der Versorungsspannnung.
So zumindest sollte es sein, denke ich. Hast Du mal einen Schaltplan von deinem Oszillator?

Wieviel Strom braucht der Oszillator eigentlich? Da kann u.U. der MC34... nicht mehr reichen, aber dann gibt's dafür ja andere Schaltwandler.

Mir fällt gerade auf: Die Spannungserhöhung von minimal 9 auf knapp unter 18V ist ja höchstens eine Verdoppelung. Das wird für den MC34063 kein Problem sein. Ach ja: Im Motorola-Datenblatt steht in der Dimensionierungsformel auch was zum Ripple, wie groß er wird und wie er mit dem Filterelko zusammenhängt. Da kannst Du dann eigentlich auf jede beliebige Ruhe in der Ausgangsspannung bauen.


Stef:
... weit oberhalb der Tonfrequenz und deutlich unter der HF-Grenze verwendet...
Ahem, gab es da nicht das Problem, daß der Oszillator u.U. mit der Brummfrequenz des Wandlers moduliert wird, wenn er ein schlechte Unterdrückung der Versorgunggspannung hat? Die Nebenpeaks, die dann oberhalb und unterhalb der Oszillatorfrequenz auftauchen sind zwar nicht unbedingt hörbar, können aber als Störstrahler auftauchen oder sich gar noch mit irgendwas mischen, woran man garnicht denkt. Wenn der Oszillator wirklich so mau ist, dann hätte ich tatsächlich Angst, daß das Spektrum von meinem Oszillator "breit" wird ;)

-Theo

Antworten:

Knolles ELEKTRONIK Forum

| ©www.HobbyElektronik.de | ©Knolle_P | (©Oliver Pering) |