Re: Frage zu WIMA-Kondensatoren MKT, MKP, FKP?

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Geschrieben von Lars am 31. Juli 2008 22:27:02:

Als Antwort auf: Re: Frage zu WIMA-Kondensatoren MKT, MKP, FKP? geschrieben von Theodor Wadelow am 31. Juli 2008 20:34:45:

Hallo Theo

Also der C ist in der Ost/West Regelung verbaut. Es ist parallel zum C ein Widerstand 10k geschaltet, der hochohmig geworden ist. Der C hatte auch ne kalte Lötstelle, sodass R zu heiss wurde und hochohmig geworden ist. Jetzt mit dem Ersatzkondensator hab ich einen Ostwestfehler, der zuvor nicht da war.

Deine ausführliche Erklärung hilft mir bereits sehr, dazu möchte ich mich nochmals bedanken.

Gruss
Lars


Hallo,
>Wie genau muss man bei den WIMA-Kondensatoren auf die Bezeichnung MKT, MKP, FKP usw. achten? Mir ist nicht >klar, was so der Unterschied dabei ist. Konkret hab ich in einem TV Gerät ein WIMA 390nF, 250Volt, MKP 10 >der geplatzt ist.
Hm, warum ist er denn geplatzt ? Wegen Überspannung oder wegen Überhitzung, Interne Überhitzung oder zuviel Heizung von außen (z.B. Widerstand daneben) MKP sollte Selbstheilend sein, geplatzt habe ich die immer nur nach Blitzschlag gesehen.
MKP ist Polypropylen Film/Stapel, MKT ist ein Film als Wickel mit besonders hoher Sicherheit für Y2 Kondensatoren, die Störsignale gegen Masse (oft: Gehäuse) ableiten. Selbstheilend sind sie beide.
FKP scheint die edlere Variante von MKP zu sein, mit Teflon statt PP. Die gibts vor allem für höhere Spannungen.
Wenn der Kondensastor aber nun wegen der Wärementwicklung auf Grund der dielektrischen Absorption geplatzt ist, dann solltest Du da mal die Werte bei Arbeitsfreqenz nachgucken. Ich tippe darauf, daß FKP besser wäre als MKP, aber man kann sich bei knapp-auf-kante Design mit besseren Kondensatoren auch Fehler wegholen. Ich hatte mal ein 400W/12V Schaltnetzteil mit total grausigen Siebelkos am Ausgang. Etliche waren geplatzt. Ich habe meine 1000µF Standard low ESR Elkos da eingebaut und bummm - zerlegte es binnen minutenfrist die sekundärseitigen Dioden, die den erhöhten Impulsströmen nicht mehr gewachsen waren. Neue Dioden rein und seitdem läufts. Aber am Rande bemerkt: Die ESR von Elkos ist nicht mit der dielektrischen Absorption zu vergleichen.
In dem Falle könntest Du da einen kleinen Widerstand (z.B. 0,47..2 Ohm) in Serie zu dem Kondensattor schalten.
Wenn der Kondenssator zur Stabilisierung der Fokusspannung dient, dann solte das kein Problem sein, egal welchen Du verwendest, wenn er aber als Dämpfer für den Horizontaltrafo dient - da könnte der MKT Typ vielleicht nicht mehr halten. Wobei 390nF wäre als Dämpfer viel zu groß - woher (v.A. aus welchem Schaltungsteil und in welcher Funktion) stammt denn der Kondensator eigentlich ?
Letztendlich kommt alles auf einen Versuch an.
-Theo

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