Re: Schaltnetzteil vs Ringkerntrafo

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Geschrieben von gang man am 08. April 2007 08:48:03:

Als Antwort auf: Re: Schaltnetzteil vs Ringkerntrafo geschrieben von Bruder_M am 07. April 2007 22:39:13:

>>bitte nicht falsch verstehen, aber ich rate vom selbstbau eines SNT ab. nicht weils prinzipiell zu schwer ist, aber die einzelteile kosten mehr als ein komplettes gerät, und ohne ist das nicht.
>>ich möchte dir mal das prinzip des Schaltnetzteiles etwas erläutern, damit du etwas einblick in die materie bekommst...
>>die eingangspannung wird gleichgerichtet und gesiebt. mit einer astabilen kippstufe wird der gleichstrom zerhakt, um eine höhere frequenz zu erreichen. diese wird durch eine transistorstufe verstärkt, und schliesslich in einen so genannten übertrager geleitet.
>>eigendlich ist das auch nichts anderes als ein transformator, der trick dabei ist aber, dass durch die hohe frequenz das gerät bei wesentlich geringerer baugrösse viel energie übertragen können.
>>auf der ausgangsseite kann der entstehende hochfrequente wechselstrom wieder gleichgerichtet werden. bei "halogentrafos" wird darauf aber aus gründen des platzbedarfs und der wirtschaftlichkeit, bezogen auf kaufpreis und wirkungsgrad verzichtet.
>>bei geregelten netzteilen ist zu weilen auch zu beobachten, dass der regelkreis (galvanisch getrennt) einfluss auf die primärseite nimmt. bei höheren spannungen werden nämlich für die gleiche leistung geringere stromstärken erforderlich. hier ist eine kompaktere und preiswertere leistungsregelung möglich.
>>lg, Anna
>Nabend,
>da möchte ich mich Anna anschließen.
>Im Prinzip ist ein Schaltwanlder nicht schwierig aufzubauen, wenn man weiß wie es Funktioniert. Wie gesagt ne Handvoll Bauteile. Wenn du mal ein fertiges SNT aufmachst wirst du dich leicht überzeugen können. Evtl. schlachte ich mal eins, habs hier noch rumliegen. Allerdings braucht man bei größeren Leistungen auch schon die passenden = optimierten Teile wie Übertrager und EMV-Drosseln. Auch ist der Regelvorgang als solches eine Wissenschaft für sich. Mein Prof. meinte: "Da sind noch jede Menge Dokorarbeiten zu haben" - Er sprach dann aber so von Umrichtern (=PowerBlocks) jenseits der 70 kVA.
>Also mein Tipp, leg dir so ein fertiges Schaltnetzteilmodul zu, so mit 18 V Out. Das Reicht zum Basteln, daraus kannst du dann erst mal Längsregler speisen LM78xx LM317 für feste und variable Spannung und lernst wie ein Regeler allgemein funktioniert.
>Tja und dann, dann kannst du dich an einen MC34063 versuchen. Man Mag es nicht glauben, dieses 8-polige IC ist ein richtiger Schaltregler. Zwar kleine Leistung aber funktioniert wie seine großen Brüder. Na ja nur so viel dazu, wenns mum praktische Schaltregler geht.
>Frohe Ostern, Beste Grüße, Marek

Naja, ein echter "Selbstbau" scheitert am Trafo. Den kannst du nichts als Stangenware kaufen, zu speziell auf die jeweilige Anwendung zugeschnitten. Selberwickeln wie beim guten alten M85 ist auch kaum drin.
Regelung ist auch nicht ganz ohne, von EMV-Problemen will ich erst mal gar nicht reden.
Such mal bei Pollin, da gibts für ganz kleines Geld mitunter sehr brauchbare Schaltnetzteilplatinen, Netztrennung nach VDE (auch das ist für einen Anfänger gar nicht so leicht zu schaffen).
BestNr 350434
Eingang 100...240 V~. Ausgang 31 V-/1,6 A, 16 V-/0,5 A, 5 V-/0,5 A, 3,3 V-2 A. Maße (LxBxH): 153x140x50 mm. Datenblatt im Downloadbereich.
Das ist doch schon das fast perfekte Netzteil für 3,95€.





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